Mai 1997, 18. Gespräch


Eine Botschaft Wilhelm Reichs an die Menschen
Spiritualität und Orgon-Therapie
Jenseits der Orgontherapie
Was Reich nicht wußte
Was ist der Sinn des Lebens?
Was ist der Zweck des Lebens?
Angst vor dem Tod
Welche Jenseitsbereiche gibt es?
"Ein Kurs in Wundern"
Die Rolle der Angehörigen beim Sterbeprozeß - Zu starke Trauer ist grausam für die Verstorbenen
Gebet für Verstorbene
Der Engel-Energie-Akkumulator und der Tod
Den Tod in der Öffentlichkeit Enttabuisieren: Er ist nur ein Übergang zum Geistigen
Orgonomische Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft

 


Eine Botschaft Wilhelm Reichs an die Menschen

 

WR: Guten Abend, guten Abend, hier ist Wilhelm Reich, in voller Kraft und Schönheit, auch wenn Sie mich nicht sehen können.

 

JF: Ich hatte ja schon letztes Mal das starke Bedürfnis geäußert, eine Ansprache von Ihnen an die Teilnehmer meiner Seminare zu bekommen, aber was sich vielleicht genauso anbietet: eine Art Generalbotschaft an die Menschen. Etwas, was ich veröffentlichen kann in Ihrem Namen, in Ihrem Sinne sozusagen, abgesehen von diesen vielen langen und intensiven Gesprächen, etwas, was Sie generell an die Menschen sagen möchten.

 

WR: Ja, ich weiß schon, worauf Sie hinauswollen, es ist Ihnen anzusehen. Ich bin gerne bereit, zur rechten Zeit gewählte Worte an die gesamte Menschheit zu richten, doch es ist sehr schwer, diese Worte so zu wählen, daß sie in den Menschen Wiederhall finden und wirklich so verstanden werden wie ich sie gerne verstanden haben möchte.

 

Leben, Existenz bedeutet: Sein! Es bedeutet: Lebendigkeit. Und es bedeutet immer: Einklang mit der göttlichen Natur, die in jedem von uns vorhanden ist. Diese göttliche Natur ist sehr schwer zu beschreiben. Sie ist Licht und sie äußert sich in Freude und sie äußert sich in Liebesgaben. Sie äußert sich in absoluter Lebendigkeit, in Hingabe an alles Lebendige. Die Menschen der heutigen Zeit haben diese Lebendigkeit, reine Freude, Liebe, aber auch die Hingabe an sich selbst leider zum großen Teil verloren. Es wird ein weiter, langer Weg der Menschheit sein, sich zur Wahrheit, zum Lebendigen zurückzubegeben. Ich freue mich, daß ich mich hier artikulieren darf, um den Menschen dieses mitzugeben: Sie leben nicht, um Geld zu verdienen. Sie leben nicht, um gehorsam zu sein. Sie leben nicht, um auf Politiker zu schimpfen und Bier zu saufen. Sie leben, weil Sie LEBEN! Sie leben als Fest der Lebendigkeit! Sie leben, um zu lieben und Sie leben, um sich zu freuen. Wenn die Menschen das einfach mehr tun, wird die Welt sich verändern. Es wird mehr Freude, es wird mehr Licht, es wird mehr Lebendigkeit auf die Erde hinunterkommen. Es wird geholfen werden, von allen Seiten. Ich bin zur heutigen, irdischen Zeit nicht nur Wissenschaftler, ich bin auch - profan gesagt - Geist. Und aus geistiger Sicht sehe ich viele Dinge sehr anders, als ich sie aus wissenschaftlicher Sicht sehe. Und doch möchte ich den Menschen eins sagen: Ich würde mich sehr freuen, wenn sie wieder lebendig sind, lebendig in allen Äußerungen ihres Seins. Das sogenannte Gewissen, wie es höhere Instanzen den Menschen aufoktroyieren wollen, existiert so nicht. Das einzige Gewissen, wonach die Menschen sich richten sollten, ist das, was sie in ihrem Herzen - oder in ihrem Bauch, je nachdem - spüren. Und danach sollte jeder einzelne Mensch sich richten. Und das weiß nur jeder Mensch für sich alleine, was sein Gewissen ihm sagt. Gehen die Menschen den Weg ihres Gewissens, werden sie immer lebendig sein und werden sie immer in der Freude bleiben. Dessen bin ich gewiß. Ich bedanke mich herzlich, daß sie mir zugehört haben.

 

JF: Ich werde das als Leitartikel veröffentlichen.

 

WR: Es wäre mir eine sehr, sehr, sehr große Freude.

 

JF: Wollen wir da weitermachen, wo wir gestern aufgehört haben?

 

WR: Ja, das sollten wir tun, das halte ich für sehr sinnvoll.

 

JF: Ich habe noch nicht das ganze Gespräch abgeschrieben, aber es haben sich doch eine ganze Menge Detailfragen aus dem gestrigen Gespräch ergeben. Es kann sein, daß sie jetzt vielleicht ein bißchen aus dem Zusammenhang gerissen sind.

 

Spiritualität und Orgon-Therapie

 

Zuerst ging es darum, daß Sie gesagt haben, Lebendigkeit im Leben führt eben auch zum Bedürfnis nach einer spirituellen Sicht des Sterbens und des Todes.

 

Jetzt wollte ich noch einmal zu dem einen Punkt zurückkommen: was mir Sorgen macht oder was mir sehr oft begegnet, ist, daß die Menschen, die ich erlebt habe, die Orgontherapie gemacht haben, oft geistig sehr negativ werden. Sie werden rechthaberisch oder entwickeln so etwas wie eine elitäre Gesinnung: Sie sagen sich: ich bin gesund und dadurch bin ich ad hoc rational, die anderen sind nicht gesund, haben keine Therapie gemacht und sind sozusagen irrational. Und diese Menschen urteilen oft sehr streng über Spiritualität aus dem Gedanken heraus, daß Sie in Ihrem Lebenswerk Religiosität eben oft auch negativ bewertet haben, allerdings nicht mit dieser Negativität im Ausdruck, das muß ich dazu sagen. Und diese Negativität, die Menschen ausdrücken, die Orgontherapie gemacht haben, ist für meinen Eindruck der Ausdruck der Tatsache, daß sie in die zweite Schicht der Negativität eingedrungen aber nicht völlig durchgedrungen sind. Natürlich lassen sich das diese Menschen von mir nicht sagen, sie bezeichnen eben Spiritualität als Ausdruck irrationaler sekundärer Antriebe und bekämpfen sich untereinander und auch andersartige Menschen gleichzeitig mit diesen negativen sekundären Antrieben. Vielleicht hat das nicht so wahnsinnig viel Zweck, aber: was können Sie diesen Menschen sagen, die Orgontherapie gemacht haben und die meinen, sie müßten urteilen über Spiritualität.

 

WR: Es ist sehr schwierig für mich, da die rechten Worte zu finden, weil diese Menschen doch zu einem großen Teil wirklich wahre Anhänger der Orgonomie sind und mich - wie ich im damaligen Leben war - sehr gut verstanden haben und ihre Körper auch - so wie ich es sehe - einen großen Ausdruck an Gesundheit haben. Was ich versuchen möchte zu sagen ist: der Mensch besteht nicht nur aus dem Körper mit allen seinen Funktionen, sondern auch aus dem Geist. Und auch im Geist können Blockierungen stattfinden, die der Mensch nicht gerne bereit ist zu überschreiten. Doch an dieser Stelle sollte die Orgonomie - wie sie sich heute darstellt - nicht anhalten, sondern die Menschen sollten - so wie ich es mir wünsche - mutig weiter voranschreiten, so wie ich auch damals, zu meinen Lebzeiten, von Thema zu Thema immer weiter gegangen bin und immer tiefer und tiefer hineingegangen bin in die Materie.

 

Ein Mensch ist dann vollkommen lebendig, wenn er vollkommen glücklich und vollkommen freudvoll ist. Ein Mensch der urteilt, ist ein Mensch, der Angst hat vor dem eigenen Versagen. Dieser Mensch kann tatsächlich - wenn er es möchte - in die nächste Stufe der Freiheit hineingehen und seinen Geist befreien von den Beschränkungen, die er hat. Ob er nun an den "toten lebendigen" Reich glaubt oder nicht, ist dabei vollkommen unwichtig. Ob er an ein Leben nach dem Tode glaubt oder nicht, ist vollkommen unwichtig.

 

Wichtig ist nur für diese Menschen zu wissen: vollkommen frei sind sie, wenn sie nicht mehr verurteilen müssen, wenn sie selber vollkommen glücklich sind und keine Angst mehr davor haben, verletzt zu werden.

 

JF: Ich kann mich auch sehr gut in diese Menschen hineinversetzen, weil ich mich selbst lange in dieser Ebene von Bewußtsein oder von Erfahrung aufgehalten habe.

 

WR: Wissen Sie, zu allem kommt ja hinzu, daß ich als Gründer der Orgonomie selber so ein Mensch gewesen bin und selber in dieser Rolle des ewig Verletzten gesteckt habe, des sich ewig selbst verurteilenden - und deshalb starke Angriffe auf meine Mitmenschen ausgeübt habe. Ich verstehe das. Und deswegen, weil ich der Begründer all dieser Gedanken bin, geht natürlich ein Teil dessen, was ich gelebt habe, sehr stark auch auf die Menschen über, die meine Lehre weiterverfolgen, die weiter in diese Richtung gehen. Ich bitte eigentlich nur die, die weiter Orgonomie betreiben, es besser zu machen als ich und an dieser Stelle über mich hinauszugehen.

 

JF: Ähnliches wollte ich gerade ansprechen: die Menschen, die sich entschlossen haben, alles "richtig" zu machen, und zwar aus einem positiven, lebensbejahenden Entschluß heraus zu sagen: "Ich mache Orgontherapie, ich studiere Medizin, um orgonomischer Arzt zu werden", oder "ich werde Therapeut und nehme einen beschwerlichen Weg auf mich." Sie machen alles richtig. Sie haben das Gefühl: "ich habe alles gemacht, was diese Welt mir bietet, um ein vollkommener oder möglichst vollkommener Mensch zu werden." und dann kommt dieser Jürgen Fischer und erzählt: "Moment mal, ich spreche mit Reich und da gibt es noch ´ne spirituelle Ebene." Und diese Menschen werden wütend und das kann ich verstehen. Ich kann es einerseits verstehen, was mich oft betroffen macht: daß halt wieder nicht auf die Inhalte geguckt wird, sondern auf die Berechtigung: "Darf der das sagen?" Das ist dieses alte Spiel: "Hat er die Lehrberechtigung? Hat er die Berechtigung, mit spirituellen Inhalten an die Öffentlichkeit zu gehen? Hat Susanne die Berechtigung Wilhelm Reich zu channeln?" Die Fragen stehen dann vor dem Inhalt.

 

WR: Also, um es klar zu sagen, wer irgendwie welche Berechtigung hat: das entscheide zum großen Teil ich. Weil ich hier nämlich rede und ich rede mit Ihnen. Und ich rede durch Susanne, die so nett ist, sich dazu bereit zu erklären, mich reden zu lassen. Das kann nur ich entscheiden, ich tun möchte, das kann kein anderer. Was man ansonsten dabei sagen kann: daß die Menschen sich nicht die Freiheit nehmen, auch an dieser Stelle, was die Orgonomie angeht, ihren Kopf, ihren Geist anzuschalten und mit ihrem Verstand klar zu denken - über die Grenzen hinweg, die sie sich selbst auferlegen oder die durch meine Lehre, so wie sie in Büchern und Schriften manifestiert ist, gefestigt worden sind. Meine Lehre ist lebendig. Sie ist Forschung. Die Forschung der Lebendigkeit. Das Wissen um die Lebendigkeit, sie sollte nicht an Büchern und an einzelnen Worten festgemacht werden und darin eingeschränkt werden.

 

Jenseits der Orgontherapie

 

 

JF: Wenn sich die Menschen sehr stark an Wilhelm Reich orientiert haben und Sie jetzt kommen und sagen: "Es gibt geistige Blockaden!". An welcher Stelle sollen die Menschen dann weiterarbeiten, weil sie sich ja sehr stark an methodische Übungen, an Therapie, an eine bestimmte Weltsicht gebunden haben.

 

WR: Ich habe mit meiner Methode den Menschen geholfen, zu körperlich-menschlicher Gesundheit und Freiheit zu kommen. Woran sie sich halten können, ist das, was dann eigentlich in ihnen erwachen sollte. Es ist aber auch etwas, was in ihnen nur erwachen kann, wenn sie das Feuer in sich spüren, wenn sie etwas besonders gut lieben können, wenn sie in der Lage sind, sich über etwas sehr tief freuen zu können. In den tiefen Empfindungen der Gefühle, da erwacht das, was sich als Gewissen äußert, was der Geist im inneren Menschen ist. Und der führt. Daran können sie sich halten.

 

JF: Und dieses Gewissen kann nicht negativ urteilen?

WR: Das Gewissen urteilt völlig anders, als Menschen es sich vorstellen können. Es ist der Weg jedes Einzelnen zurück zur absoluten auch geistigen Freiheit und dieser Weg ist für jeden Menschen ein anderer. Es ist niemals der Weg, den die Menschheit als "richtig" akzeptieren würde, als "gesetzmäßig".

 

JF: Ich kenne das.

 

WR: Das weiß ich.

 

JF: Lassen wir dieses Thema, wir werden bestimmt immer wieder darauf zurückkommen.

 

WR: Ich bin sehr stolz auf alle Menschen, die im Bereich der Orgonomie arbeiten. Ich sehe sie aus geistiger Sicht und ich kann von jedem einzelnen sagen, daß er sein Bestes gibt und sein wirklich Bestes, und daß jeder einzelne von ihnen einen hervorragend guten Weg geht. Im Zeichen der Lebendigkeit, im Zeichen nicht nur meiner Lehre, sondern auch im Wesen und im Leben der Schöpfung. Auch, wenn die Menschen sich teilweise dagegen wehren oder es nicht wahrhaben wollen: sie machen ihre Aufgabe auch im Sinne des göttlichen Schöpfers hervorragend gut. Ob sie es wissen oder nicht, ist an dieser Stelle gar nicht so wichtig. Ich habe auch nicht alles gewußt.

 

Was Reich nicht wußte

 

WR: Sie hatten gestern etwas gesagt. Vielleicht können Sie es konkretisieren, wenn es Ihnen nicht zu intim ist.

 

Sie haben gesagt, daß Sie im Prozeß der Klärung nach ihrem eigenen Tod erkennen mußten, daß Sie bestimmte Wahrheiten im Leben nicht umgesetzt haben und daß Sie das sozusagen geistig revidieren mußten. Welche Wahrheiten haben Sie im Leben nicht gesehen, um welche Ebenen der Erkenntnis ging es dabei?

 

WR: Zum großen Teil habe ich genau das Thema außer acht gelassen, über das wir eben gesprochen haben. Ich war betrübt um die Menschen, wie sie sich in der damaligen Zeit verhalten haben, wie sie sich verändert haben: ich sage mal, von den Monarchien hin zur Politik, wie sie ihre geistigen Freiheiten, die ihnen auch die Psychologie gegeben hat nicht genutzt haben und die Veränderungen in den Wissenschaften, die ihnen gegeben wurden. Ich habe sehr stark nur auf der wissenschaftlichen Ebene für die Menschen gearbeitet, um ihnen eine gute Gesundheit zu geben, eine Freiheit, eine Lebendigkeit, auch ein bißchen Aufrührertum. Ich habe aber die geistige Seite - den wahren Sinn des Lebens, der ja vorhanden ist, nämlich auch die Lebendigkeit des Geistes - recht vollkommen außer acht gelassen. Es war nicht umbedingt meine Lebensaufgabe, jetzt auch noch dieses Geistige da mit einzubringen - aber ich hätte daran denken können. Ich hätte es in irgendeiner Art und Weise mit vermitteln können. Es würde und heute einiges erleichtern.

 

JF: Es hätte Sie also nicht blockiert, wenn Sie um Gottes Existenz gewußt und es anerkannt hätten.

 

WR: Ach ja - das ist schwer zu sagen. Ich lebe nicht mehr. Ich habe es als Persönlichkeit weder in meinem Leben für mich, noch für meine Umwelt leicht gehabt. Wie ich gewesen wäre, wenn ich um alles Göttliche gewußt hätte - das weiß ich nicht. Vielleicht hätte es mir an Kraft gefehlt. Oder ich hätte jahrelange Umwege gemacht. Ich wäre auf jeden Fall nicht mehr der gleiche gewesen und ich hätte - denke ich - nicht so kraftvoll forschen können, wie ich es getan habe.

 

JF: Es wäre bestimmt sehr schwierig geworden in der KPD.

 

WR: Es ist sehr lange her, ja, ja.

 

Was ist der Sinn des Lebens?

 

JF: Friedemann hat eine Frage gestellt, die schließt sich direkt an, eine sehr einfache, normale und oft gestellte Frage: was ist der Sinn des Lebens?

 

WR: Der Sinn des irdischen Lebens ist, die Göttlichkeit in jedem einzelnen von Ihnen zu finden, anzuerkennen und sich auf den Ursprung zurückzubesinnen und dahin wieder zurückzustreben - mit allen Fasern Ihres Herzens. Das ist der Sinn des Lebens.

 

Das beinhaltet, so ehrlich mit sich selbst zu sein. wie es nur irgend geht, so mutig wie möglich in Freiheit das eigene Leben zu leben. Es beinhaltet, auf die Knie zu gehen vor dem Schöpfer, auch das als Sinn des Lebens zu erkennen und es beinhaltet auch das Geben der ganzen Persönlichkeit, die man darstellt, an etwas anderes hin.

 

Was ist der Zweck des Lebens?

 

JF: Gibt es daneben so eine Art Zweck des Lebens, daß man sagt es ist so, daß neben dem allgemeinen Sinn des Lebens, den Sie eben beschrieben haben, ein bestimmter Mensch zu einem bestimmten Zweck lebt, den er erfüllen muß?

 

WR: Der Zweck des Lebens für die Hauptmasse an Menschen ist, sich immer weiter von den irdischen, sehr stark menschlichen Fesseln zu befreien, daß er tatsächlich immer mehr im Geistigen und aus diesem Geistigen heraus leben kann. Das ist der Zweck des Lebens. Und jeder tut es - im Moment nicht besonders gut - normalerweise auf seine Weise und so gut er kann. Das ist der Zweck des Lebens. Sich einer Wissenschaft hinzugeben ist es für den einen. Es kann für einen Familienvater sein, daß er einfach nur seinen Kindern ganz viel Kraft mitgibt für ihren Lebensweg - und bebenbei Geld verdient. Der Zweck des Lebens kann für jemanden sein, sich den Tieren zu widmen, irgendwelchen künstlerischen Aufgaben. Der Zweck des Lebens kann für einen anderen Menschen aber einfach nur sein, da zu sein und das Leben in vollen Zügen zu genießen, mit allem, was sich ihm bietet.

 

JF: Wird das vorher in jedem einzelnen Fall im Jenseits bestimmt? Gibt es sozusagen in jedem Fall vor der Geburt so eine Art Richtung, eine Zielbestimmung?

 

WR: Es gibt eine ganz grobe Richtung. Doch wie sich der inkarnierte Mensch, das Menschenwesen dann im Leben verändert und wie es schafft, im Erdendasein zurechtzukommen, liegt in den Händen eines jeden, der inkarniert ist. Es gibt eine Grobrichtung, ja. Und je näher diese Geister an der göttlichen Wahrheit sind, desto stärker setzt sich diese Grobrichtung auch im Leben desjenigen durch, weil diese Menschen sich immer stärker den göttlichen Führungskräften hingeben können und immer stärker ihr Ziel verfolgen können, nämlich obwohl man auf Erden keinen Gott sieht und keine Göttlichkeit sieht, trotzdem das Göttliche in sich zu erkennen und dem göttlichen inneren Pfad zu folgen. Das ist für die große Masse an Menschen heute noch sehr sehr schwierig. Sie kennen diese Sprüche: es kann keinen Gott geben, bei der ganzen Grausamkeit, die hier unten herrscht. - Und was noch alles sein kann.

 

Angst vor dem Tod

 

JF: Kann es sein, daß ein Teil der Angst vor dem Tod daher resultiert, daß Menschen spüren, daß sie ihren Zweck und ihren Sinn im Leben verfehlt haben? Daß also die Angst nicht nur aus der körperlichen Projektion - also sich mit dem Körper zu identifizieren - kommt, sondern auch aus dem Wissen, daß man versagt hat?

 

WR: Das ist nur in sehr sehr wenigen Fällen so, weil die Gnade Gottes über allem steht. Was nebenbei diese Angst macht, die Sie ansprechen, das ist dieses selbstgemachte, erdachte Gesetz, daß die Menschen über sich richten. Die Menschen spüren - natürlich - daß sie sich an irgendeiner Stelle nicht so verhalten haben, wie sie es sich eigentlich vorgenommen hatten, bevor sie sich inkarnierten. Und dann verurteilen sie sich. Weil: das haben sie in diesem Leben gelernt, das Verurteilen. Und dann haben sie Angst vor dem Richter. Dieses Spüren, daß etwas nicht so funktioniert hat, wie es hätte funktionieren sollen, ist nur ein Ertasten der Wahrheit, denn wenn die Menschen sich dem hingeben würden und sagen würden: "Es tut mir leid, aber ich möchte trotzdem jetzt ins Licht. Ich habe gefehlt, ich habe das mir selber gesetzte Ziel nicht erreicht, es tut mir leid. Aber ich möchte ins Licht". Dann wäre auch keine Angst mehr vorhanden. Und sie müßte an der Stelle auch nicht sein. Die göttliche Gnade waltet darüber. Diese Angst ist selbstgemacht.

 

JF: Was ist den in diesem Klärungsprozeß, von dem wir vorhin gesprochen haben, der nach dem Tod stattfindet, das Schlimmste, was danach passieren kann? Wenn jemand also wirklich absolut versagt hat und alle Fehler gemacht hat, die man machen kann?

 

WR: Eigentlich kann ihm gar nichts passieren. Ich sehe keine negativen Konsequenzen aus solchem Handeln. Diese Menschen bleiben in ihnen angenehmen himmlischen Sphären, wohlgeborgen, in einer gewissen Ordnung, die ihnen angenehm ist, und sie werden zu gegebener Stunde bereit sein, irgendwann einmal wieder auf der Erde zu inkarnieren - in der Hoffnung, dieses Mal ihr inneres Licht zu entdecken. Es kann ihnen nichts geschehen. Es gibt keine negativen Konsequenzen.

 

Welche Jenseitsbereiche gibt es?

 

JF: Das führt in den nächsten Punkt. Sie haben gesagt, daß die Menschen entweder ins Licht gehen oder in verschiedene andere Bereiche. Kann man die irgendwie qualifizieren? Können Sie sagen, was es ist? Ist es für jeden Menschen ein eigener Bereich, oder sind das - wie bei Newton gestanden hat - kleine Gruppen? Haben diese verschiedene Stufen, Entwicklungsstufen?

 

WR: Also, es ist sehr sehr komplex dieses Thema. Es ist schwierig, es auch nur annähernd zu erläutern.

 

Also: es gibt verschiedene Sphärenbereiche, eine Grobgliederung die sich gliedert nach der Erkenntnisfähigkeit der ehemals menschlichen Wesen. Und da wiederum könnte man eingliedern in unendlich viele "Wohnbereiche", grob gesagt, Landschaften, Häuser, ja, sowie Länder, aber auch kleine Wohngemeinschaften. Es kommt hier alles vor, was es auf der Erde auch gibt und das in jeder Sphäre, nur in unendlich größerem Maße. Es kommt sehr sehr selten vor, daß so etwas wie Familie zusammenlebt, weil: Familie ist erdgebunden. Das, was die Eltern sein sollten - was sie leider nicht sind, nämlich weise Lehrer auf dem Weg, was Leben bedeutet - sind hier dann oft uns wirklich an die Seite gestellte geistige Lehrer, die entweder aus höheren Sphären kommen oder die direkt aus dem Reich des absoluten Lichts kommen. Sogenannte Engelwesen, die uns lehren, die uns Kraft geben und die uns auf dem wahren geistigen Weh weiterweisen. Die uns aber niemals bedrängen würden.

 

JF: Diejenigen, die in das göttliche Licht eingegangen sind nach dem Tod, also dieses eine Millionstel, von dem Sie geredet hatten, wohin gehen die oder sind Sie auch da hin gegangen? Was ist der Unterschied?

 

WR: Ich darf Ihnen nicht genaue Informationen darüber geben. Ich werde versuchen, ein wenig darüber zu sagen. - - -

 

Es ist nicht zu sagen!

 

Es ist in Worten nicht zu beschreiben, außer, daß ich Ihnen sagen kann: es tut nur noch wohl und gut, da zu sein. Wer wahrhaft ins göttliche Licht eingeht, möchte von dort nicht zurückkommen. Er hat so viel begriffen, gelernt und sich geläutert, daß seine Existenz ein vollkommen anderes Niveau erreicht. Das göttliche Licht steht außerhalb meiner beschreibungskraft. Ich kenne es und ich werde dort eines Tages eingehen als Individualität, die ich immer war und die ich immer sein werde. Und jedem von Ihnen als Menschen wird es ebenso gehen, daß Sie sich, wenn Sie begriffen haben, zu diesem göttlichen Licht hinsehnen, mit allen Fasern Ihres Herzens, und alles tun, um so an sich zu arbeiten, um so schnell wie möglich dorthin zu kommen. Und doch haben wir als Menschen und als ehemalige Menschen dieses Sehnen in uns, auch den anderen Menschen auf dem Weg zu helfen, dieses göttliche Licht erkennen zu können und dahin zu wollen. Keiner von uns ist im Grunde seines Herzens bereit, auch nur einen einzigen seiner irdischen Geschwister in der irdischen Sphäre zurücklassen zu wollen. Das ist für mich einer der Gründe, warum ich nicht im göttlichen Licht bin.

 

JF: Heißt das, daß man vom göttlichen Licht aus keine Wirkung mehr auf die Erde ausüben kann?

 

WR: Man kann, aber es ist unwichtig.

 

JF: Das sieht alles so ähnlich aus wie das, was sich im Buddhismus gelernt habe. Es sind da so ähnliche Beschreibungen und andere Begriffe. Dort wird es halt das "weiße Licht" genannt. Es wird als ein so strahlendes Licht beschrieben, daß Menschen, die noch - wir würde sagen von Sünde befallen sind - erschrecken.

 

WR: So ist es.

 

JF: Dann ist der Grund Erkenntnismangel, nicht in das weiße Licht hineinzugehen?

 

WR: So ist es.

 

JF: Wir werden auf dieses Thema auch immer wieder zurückkommen.

 

WR: Das ist mir sehr recht. Obwohl ich noch einmal sagen möchte, daß ich nicht in der Lage bin, Ihnen in ausreichender Form, in absoluter wissenschaftlicher Wahrheit darüber berichten zu können. Es ist nicht die rechte Zeit dazu. Es ist schon sehr schön, wenn die Menschen die ersten Schritte gehen.

 

"Ein Kurs in Wundern"

 

JF: Ist Ihnen das Buch "Ein Kurs in Wundern" bekannt?

 

WR: Es ist mir in groben Zügen bekannt und ich bin auch bekannt mit den geistigen Autoren dieses Buches. Mit ihm hege ich eine tiefe, enge, herzliche Verbundenheit. Ich stehe seiner Arbeit mit großem Wohlwollen zur Seite und werde ihn unterstützen, wo ich es nur kann. Ich habe große Hochachtung vor der großen Ausgearbeitetheit dieses Buches, vor dem klaren Weg, den dieses Buch vorschreibt, das Geistige zu begreifen. Es ist ein hervorragende Arbeit.

 

JF: Es ist sehr anspruchsvoll, zumindest im Theorieteil. Es spricht mich sehr an. Und ich muß bekennen, vieles oder fast alles verstehe ich nicht. Ich bin immer froh, wenn ich zwei, drei Sätze hintereinander verstehe und, es würde mich sehr glücklich machen, wenn ich in diesem Leben dazu käme, all die Sätze zu verstehen, die darin stehen.

 

WR: Mit der Lebenszeit kommt die Weisheit.

 

Die Rolle der Angehörigen beim Sterbeprozeß

 

JF: Gut. Gehen wir noch einmal ganz an den Anfang unseres Interviews von gestern. Ich möchte noch einmal über das Sterben mit Ihnen reden, über den Prozeß des Sterbens und zwar von der anderen Seite her. Wenn Menschen sterben, gibt es halt immer die anderen darumherum, die damit zu tun bekommen. Während der Mensch, der stirbt ja immer auch die Erfahrung macht und insofern auch beschenkt ist durch den Tod, machen die anderen darumherum - also die Angehörigen und das Pflegepersonal - meistens eine sehr traumatische Erfahrung. Und jetzt gibt ein einfach die Frage: was können die Angehörigen und das Pflegepersonal tun, um einem Sterbenden den Weg in den Tod möglichst zu erleichtern - einerseits - und andererseits: welche Handlungen können den Sterbeprozeß behindern und führen zu negativen Wiedergeburtserlebnissen. Darüber hatten wir zum Teil schon geredet. Das ist eine Seite. Und die andere Seite. Wie kann man den Menschen, die diesen Sterbeprozeß begleiten und meistens auch genauso unvorbereitet sind helfen, damit fertigzuwerden?

 

WR: Insgesamt, an die gesamte Menschheit kann man noch einmal sagen: sie müssen wach werden, sie müssen sich nicht als den Mittelpunkt des Universums sehen, sondern sie müssen wirklich wissen, daß ihre Erde hier, mit jedem Erdenleben, von einer kurzen Zeitdauer ist und sie eingefaßt sind im gesamten Universum der Lebendigkeit. Wenn die Menschen wissen und erkennen, daß es so oder so nach ihrem Tode weitergeht, und zwar besser als vorher, können Begleitpersonen, die einen Sterbenden zum Tode bringen, diesem Sterbenden sehr viel Trost geben, indem sie ihn einfach nur diese Wahrheit vermitteln. Wenn sie dem Sterbenden vermitteln, daß er nur durch eine Türschwelle gehen muß und daß es da drüben schön ist und sie das stark genug tun, werden sie selber genügend Kraft in sich haben, um daran nicht zu zerbrechen und nicht zu verzweifeln, sondern sogar so etwas wie Freude erleben, daß der Sterbende heimgehen darf, und sie werden dem Sterbenden so viel Kraft geben daß der einen ruhigen, friedlichen Tod haben kann, auch, wenn er vorher von Ängsten geplagt worden ist.

 

Das Wissen, daß der Tod nur ein Übergang in eine andere Dimension ist, ist vollkommen ausreichend, um den Menschen die Angst und den Streß vor dem Tode hinwegzunehmen.

 

Was dann den großen Schmerz der Hinterbliebenen hauptsächlich ausmacht, das ist einfach nur, daß sie ein selbstgemachtes schlechtes Gewissen haben für all die Dinge, die sie dem Toten an negativen Dingen entgegengebracht haben, an Sachen, die sie ihm nicht gesagt haben, die ihm wohlgetan hätten oder auch, weil er ihnen ganz einfach fehlt. Es gibt eine Lücke im Leben der Hinterbliebenen und die schmerzt. Es ist nicht gut, um die Verstorbenen zu trauern, besser ist es, in großer Lebendigkeit die Lücke, die der Verstorbene hinterlassen hat auszufüllen mit Leben.

 

Zu starke Trauer ist grausam für die Verstorbenen

 

JF: Kann es dem Verstorbenen schaden, wenn zu viel Trauer und Schmerz bei den Angehörigen ist?

 

WR: Das liegt je nachdem am Verstorbenen. Aber wenn der Verstorbene seine Angehörigen sehr stark irdisch geliebt hat, ist es ihm sehr, sehr, sehr schwer in seinen himmlischen Sphären zu bleiben, wenn auf der Erde um ihn getrauert wird. Weil ihm seine Hinterbliebenen auf Erden einfach fürchterlich leid tun. So ist er dauernd um sie, statt im Himmel zu sein, wo er hingehört, und will ihnen sagen: "Mensch, ich lebe doch! Ich existiere!" Zuviel Trauer um Hinterbliebene grenzt an Grausamkeit. Es hört sich fürchterlich an, gerade jetzt für alle, die trauern und meine Worte hören. Und doch ist es grausam dem gegenüber, der ja nur über eine Schwelle gegangen ist, der ja weiter existiert und den sie ja wiedersehen werden, wenn ihr Erdenleben vorbei ist. Er ist ja nicht verloren. Er ist ja weiter da.

 

JF: Dann gibt es ja in unserer Vergangenheit sehr grausame Trauerrituale, wenn eine Witwe ein Jahr trauern mußte, bevor sie die Trauerkleidung ablegen durfte und bevor sie sich wieder in normale lebendige Gefilde wagen durfte, und so weiter. Das sind von daher gesehen ja sehr düstere Rituale.

 

WR: Es sind sehr düstere Rituale, die auch sehr viel Düsternis verbreitet haben, ja.

 

JF: Sie binden die Menschen geradezu an die menschliche, irdische Sphäre.

 

WR: Genauso ist es. Und das ist damit auch bezweckt gewesen.

 

Gebet für Verstorbene

 

JF: Andere Seite: Was bewirkt das Gebet für die Verstorbenen? Welchen Zweck, welchen Nutzen, welchen Segen hat das Gebet für die Verstorbenen?

 

WR: Bei den meisten Menschen ist die Kraft des Gebetes so weit verloren gegangen, daß das Gebet nur noch bewirken kann, daß sie sich selbst damit beruhigen, weil sie gar nicht in der Lage sind zu wissen worum sie eigentlich wirklich beten müssen und wie das geht. Aber ein richtig gebetetes Gebet, das den Gesetzen folgt, hat eine ungeheuer große Kraft - für Verstorbene genauso wie für Lebende. Wobei ich jetzt davon ausgehe, daß das Gebet richtig gebetet worden ist. Die Gebete, die im Kopf immer wieder gesagt werden wie der Rosenkranz oder das Vaterunser oder irgendwelche netten Verschen haben so gut wie gar keine Kraft und so gut wie gar keine Bedeutung. Und das aufoktroyierte Gebet hat ebenfalls keine Kraft und keine Bedeutung. Aber richtig gebetete Gebete, aus dem Herzen gesprochen und aus dem innigen Wunsch heraus irgendeinem anderen, den man wirklich in Not erkannt hat zu helfen. Diese Gebete können Wunder wirken.

 

JF: Können die helfen, einen Menschen, der in geistiger Verblendung meinetwegen als Geist umherschwirrt zu befreien.

 

WR: Es liegt an der persönlichen Kraft des Betenden, ob das ausreicht. Sie können, sie können, ja. Und es gibt immer wieder einige Menschen, die die Kraft haben, auch die in der tiefsten Dunkelheit Sitzenden, Harrenden dort hinauszuholen. Aber es benötigt sehr sehr sehr viel Kraft, Gebetskraft.

 

Und was dazu kommt: wenn einer wirklich nicht will, so kann ihn niemand zwingen.

 

Der Engel-Energie-Akkumulator und der Tod

 

JF: Ich wollte auch gerne über den Engel-Akkumulator reden im Verhältnis zum Sterben, für die Sterbenden. Es gab nur einen einzigen Fall, den ich kenne, wo jemand den Engel-Akkumulator benutzt hat, eine Frau, eine Ärztin, die schwer Krebs hatte und gestorben ist. Und nach allem, was ich gehört habe, ist sie sehr friedlich gegangen, war schon gläubig und hatte schon ein Verhältnis zu jenseitigen Welten, bevor sie den Engel-Akkumulator benutzt hat. Ich habe nur sehr wenig erfahren. Vielleicht kennen sie diesen Menschen, diesen Tod. Vielleicht haben Sie das auch mitbekommen.

 

WR: Dieser Tod ist ein Privaterlebnis. Ich möchte auf diesen speziellen Tod auch aus Rücksichtnahme auf die irdischen Angehörigen nicht näher eingehen. Wenn Sie mir das bitte nicht übelnehmen.

 

JF: Das ist o.k. Aber vielleicht können Sie das aus Ihrem Wissen verallgemeinern. Weil das ist etwas, was sich nicht kenne und vielleicht können Sie etwas dazu sagen, jetzt nicht auf diesen persönlichen Tod bezogen, sondern auf die Möglichkeiten des Engel-Energie-Akkumulators im Verhältnis zum Sterben und für Sterbende und auch für Angehörige.

 

WR: Ja, der Engel-Energie-Akkumulator eröffnet natürlich alle Möglichkeiten für den Menschen, sich dem Geistigen zu öffnen und dem Geistigen entgegenzugehen. Er erleichtert natürlich auch die Beschwerden einer mühevollen, grausamen Krankheit und hilft natürlich den Benutzern, sehr stark schon in die jenseitigen Welten hineinfühlen zu können und dementsprechend ist der Tod natürlich auch leicht, weil diese Menschen einfach innerlich wissen, daß sie nur einen Übergang über eine Schwelle zu gehen haben. Das ist jetzt ganz grob gesprochen.

 

Der Engel-Energie-Akkumulator stimuliert nicht nur den Verstand, indem sage ich jetzt mal, bei weiter fortentwickelten Menschen direkt Engelwesen mit den Menschen reden können, was ja sehr stark über den Verstand geprägt ist, sondern er eröffnet wirklich alle Zentren des Menschen außerhalb des Körpers jetzt auch, die es dem Menschen ermöglichen, mit seinen geistigen Sinnen das Göttliche, das Geistige zu erfassen. Solch ein Mensch braucht keine Angst vor dem Tode mehr zu haben, weil der Tod ihm keine Angstschwelle mehr bietet.

 

JF: Ja, deshalb bin ich auch auf die Idee gekommen, das Thema Tod und Engel-Akkumulator sehr dicht zusammenzubringen, weil ich denke, daß Menschen, die schon von ihrem Physischen her schon sehr stark die Tendenz haben, zu gehen, nahe dem Tode sind, ganz anderen Nutzen daraus ziehen können, als ich oder ein anderer Lebendiger oder Gesunder und im Irdischen sehr stark verhafteter Mensch, wo der Engel-Akkumulator sehr unterschiedliche Wirkungen hat. Mal sehr intensiv und mal merke ich nicht so viel davon, mal werde ich nur überladen und manchmal kriege ich Kopfschmerzen. Es gibt alle Aspekte und ich lebe halt in meinem Leben. Während, wie ich denke, ein Mensch, der dabei ist, das Physische zu verlassen, müßte dort doch ganz andere Erfahrungen machen.

 

WR: Es ist nicht unbedingt gesagt, daß dieser Mensch ganz andere Erfahrungen im Engel-Energie-Akkumulator macht als Sie es tun in Ihrem täglichen Leben, doch der Tod wird auf jeden Fall durch die Benutzung des Engel-Energie-Akkumulators erleichtert. Er wird verändert - in der Sicht desjenigen, der den Engel-Energie-Akkumulator benutzt. Die täglichen Erfahrungen des Benutzers werden sich aber doch den Ihren eher angleichen. Weil der Engel-Energie-Akkumulator wirklich auf allen Schichten im Menschen arbeitet, auf den unbewußten Schichten, auf den bewußten Schichten, auf den sehr geistigen Schichten, auf den emotionalen Schichten auf der gesamten körperlichen Ebene. Und das bringt immer die gleichen Phänomene hervor wie Sie sie auch erleben. Doch die Quintessenz, nämlich die Ruhe und das Wissen um die Existenz des Geistigen ist so stark gegeben, daß der Tod an sich dann - abgesehen von physischen Erleichterungen natürlich - in einer leichten, friedvollen Weise geschehen kann. Ich glaube, das Wichtige an diesem Thema ist, nicht Sterbende in den Akku hineinzubringen, sondern immer wieder aufzugeigen, daß der Tod nicht die große Schwelle ist, für die er gehalten wird. Das ist, glaube ich, das Allerwichtigste. Davon abgesehen kann man natürlich nur jedem alten Menschen raten, den Akku wirklich viel zu benutzen. Weil er ihm gut tut und weil er ihm auch die langen, langen Jahre, die möglicherweise von ihm liegen können, bis es zum wahren Sterben kommt, die vielen Jahre, in denen er immer noch lebt und sich verändert - teilweise auch durch schwere körperliche Leiden - sich ja um einiges verschönern und erleichtern kann durch das ehrliche Benutzen des Engel-Energie-Akkumulators, denn der Zweck des Lebens ist, wirklich dem Licht näher zu kommen, der Wahrheit näher zu kommen, das heißt sich zu reinigen von Irrtümern. Und es wird jedem einzelnen Menschen auf seinen Lebensweg bis zur letzten Sekunde, wo der Körper wirklich nicht mehr mitmachen kann, die Chance gegeben, so viel wie nur irgendwie möglich zu erkennen.

 

Den Tod in der Öffentlichkeit Enttabuisieren: Er ist nur ein Übergang zum Geistigen

 

JF: Das Thema Tod und Sterben ist ja noch mehr von Berührungsängsten überzogen als das Thema Sexualität. Was raten Sie uns, wie stark sollen wir damit in die Öffentlichkeit gehen? Sind wir dadurch gefährdet oder sind wir dadurch Spott und Hohn ausgeliefert oder sollen wir ruhig ganz offen - also nicht nur das Interview veröffentlichen, das machen wir sowieso - und offensiv sagen: "Hier: nehmt den Tod anders und leichter wahr." Also das, was Sie sagen genauso offensiv zu vertreten wie das, was Sie über die Sexualität gesagt haben?

 

WR: Direkt raten kann ich Ihnen nichts, weil Sie selber der bestimmer in Ihrem Leben sind. Doch der Tod müßte enttabuisiert werden, weil: das ist der erste wirklich wahre Schritt für die gesamte Menschheit, wirklich anzuerkennen daß es die geistigen Welten gibt. Die Geistigkeit an sich. Und das, was die Menschen als Tod empfinden, ist eigentlich nur die Geburt zum wahren Leben, die Geburt zum Sein im Geiste. Und das ist die wahre Existenz. Und von daher würde ich diese offensive sehr stark vertreten. Und zwar in so verständlichen Worten, und so unanfechtbar, daß die Menschen dem Glauben schenken müssen. Das halte ich für sehr wichtig. Es geht nicht um Nahtoderlebnisse und um irgendwelche Beweise, sondern es geht in irgendeiner Weise tatsächlich um Fakten. Denn ich rede hier ja.

 

JF: Nun, ich meine auch, daß es eine sehr intensive und nachvollziehbare Verbindung gibt zwischen Ihrem Lebenswerk und dem, was Sie jetzt sagen, weil der Tod eben als Erfahrung zu jedem Leben dazugehört. Man kann ihn nicht wegdiskutieren, auch, wenn er als unwissenschaftlich abgetan wird, sozusagen bis auf die biologische Funktionsänderung des Stoffwechsels ist ja die ganze Erfahrung des Todes kein Thema. Es gibt zwar Kübler-Ross und Leute wie Michael Newton, also Leute die sich von der empirischen oder psychologischen Seite damit beschäftigen, aber die stehen ja auch sehr stark an der Grenze dessen, was heute noch als wissenschaftlich begriffen wird. Tod ist immer noch Domäne der Religionen und steht irrational da, obwohl es rationalerweise eine Erfahrung ist, die jedem Menschen bevorsteht. Es ist eine Absurdität in sich.

 

WR: So ist es.

 

Die Geburt eines Menschen und genauso auch der Tod eines Menschen - das folgt unweigerlich aufeinander und es gehört zu einem relativ kurzen Erdendasein. Den ein sehr langes geistiges Dasein einfach folgt und vorausgeht.

 

JF: Das heißt, es ist überhaupt der Eingang zu spirituellem Denken, sich der Konsequenzen von Leben bewußt zu werden. Geburt, Leben, Krankheit, Tod und Wiedergeburt.

 

WR: Ich denke, der Eingang zum spirituellen Denken beginnt mit dem Erwachen des geistigen Herzens, was in jedem Menschen schlägt. Das ist der Eingang und darauf folgt dann das, was Sie gesagt haben. Ein Mensch, der an keiner Stelle etwas in sich erwachen lassen möchte, was wie ein gewissen klingelt oder sich wie eine große Liebe anfühlt, wo er doch eigentlich gar nicht lieben will, wird sich Ihren Worten nicht gerne vollkommen öffnen. Er wird es erst dann tun, wenn er durch viele starke Ängste hindurchgegangen ist.

 

JF: Aber an einer Stelle des Lebens wird er das tun müssen, nämlich dann, wenn er stirbt.

 

WR: So ist es. Und deswegen ist es gut, mit klaren menschlichen Worten dieses Thema klar und gut - wissenschaftlich - zu erörtern und dieses Fakt auf den Tisch zu legen, daß der Tod nur eine Schwelle ist, ein Übergang zum Geistigen.

 

Orgonomische Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft

 

JF: Es ist ein Drama, daß immer an dieser Stelle, wo die Sache interessant werden könnte, gesagt wird: "Ja! Das sagen Sie! Daß Sie mit Reich sprechen! Aber...! Wenn er mir sagt, wie mein Hund heißt, dann glaube ich ihm das." oder "Wenn Susanne sich einem Lügendetektortest unterziehen läßt, dann glaube ich das." oder "Wenn er mir sagt, welche Sprache Reich gesprochen hat, neben Deutsch und Englisch, dann glaube ich ihm das."

 

WR: Wissen Sie, diese Aussagen werden nie ein Ende haben, denn sie kommen einfach nur aus der Unvernunft des kindischen Verstandes, der einfach immer nur Beweise haben will. Meine jetzigen Worte, das, was wir jetzt tun, kann nur ein Mensch mit freiem Herzen empfangen, ein Mensch der verstehen will. Und nicht ein Mensch, der vollkommen im Kopfdenken gefangen ist. Doch selbst die größten Kopfdenker können irgendwann zum freien Herzen kommen und verstehen.

 

JF: Dieser Begriff der Wissenschaft, der Naturwissenschaft gründet auf der Existenz von Zeit und Raum. Das sind die beiden Begriffe, die für die Naturwissenschaft unverrückbare Größen sind. Und ich habe bei Christus, also jetzt im "Kurs in Wundern" gefunden, daß Zeit und Raum nur Ausdrücke unserer Wahrnehmung sind und absolut - wir wollen mal sagen - zur Nicht-Existenz gehören. Wieviel Mühe, wieviel Arbeit soll man in diese Wissenschaft reinstecken?

 

WR: Solange die Menschen noch Freude daran haben, etwas zu erforschen, was ihnen wichtiger ist als die Wahrheit, die geistige Wahrheit, sollen sie da ruhig herumforschen.

 

JF: Sie betonen ja das wissenschaftliche Arbeiten sehr stark. Wieviel Arbeit sollen wir jetzt auch in die orgonomische Arbeit reinstecken? Was ist orgonomische Wissenschaft unter diesem Aspekt, daß Raum und Zeit eigentlich nur relative Begriffe sind, die auf die irdische Existenz beschränkt sind.

 

WR: Die gesamte Naturwissenschaft wird immer mehr dahin kommen zu erkennen, daß sie weiter über sich hinausschreiten muß, aus den Begriffen Raum und Zeit hinaus. Ich würde die Orgonomie - so wie ich es hier jetzt auch tue - aus diesen Begriffen hinausnehmen. Ich würde mich nicht mehr als reinen Naturwissenschaftler bezeichnen und ich denke, das wird auch keiner der jetzt lebenden Menschen jetzt mehr rein tun können, wenn er mich für voll nimmt. Denn ich bin nicht mehr Mensch unter Menschen. Sondern: ich kann jetzt nur sehr viele Erfahrungsberichte von mir geben aus geistiger Sicht gesehen.

 

JF: Sie sind also im doppelten Sinne "Geistes"wissenschaftler.

 

WR: So könnte man es wohl bezeichnen. Und so werden auch die anderen Naturwissenschaftler, die jetzt auf Menscheneben arbeiten, sorgsam und vorsichtig sich ihren Weg vorbereiten, die Naturwissenschaft, so wie bis jetzt geführt worden ist, in mehr geistige Bereiche sorgsam einzuarbeiten und einzubetten. Ich denke, es wird eine Zeit geben, wo die Beschaffenheit geistiger Bäume nicht mehr ganz genauso naturwissenschaftlich untersucht wird wie heutige Bäume untersucht werden. Einfach, weil den Wissenschaftlern andere Möglichkeiten der Untersuchung an die Hand gegeben werden - ohne Apparaturen, aber sehr viel eindeutiger.

 

JF: Dazu paßt eine Frage, die ich von Friedemann aus stellen soll, der ja nun Physiker ist und sehr große Schwierigkeiten hat, mit der objektiven Beweisführung, wie sie in der Orgonomie angelegt ist mit dem To-T-Experiment und anderen physikalischen Experimenten, die unter unseren heutigen atmosphärischen Bedingungen immer schlechter funktionieren. Das heißt unsere Atmosphäre wird immer schlechter und es gibt sehr sehr wenige Plätze auf der Erde, wo entsprechende Verhältnisse sind - wie damals in Orgonon - um solche Experimente störungsfrei durchführen zu können. Dann gibt es eine ganze Reihe von "Wissenschaftlern", die diese Experimente sehr unsauber durchführen und veröffentlichen und dadurch sehr angreifbar sind. Weil sie eben so unsauber durchgeführt worden sind und daher eigentlich mehr Anti-Material liefern als wissenschaftliches Quellenmaterial, weil: wenn man dieses Experiment einmal am Tag durchführt und das veröffentlicht, dürfte das alles eigentlich eher ein Argument sein um zu beweisen, daß das alles Humbug ist. Wieviel Mühe sollen wir, sollten Wissenschaftler wie Friedemann, also Physiker, da reinlegen, diese physikalischen Ebenen weiterzuentwickeln.

 

WR: Genauso, wie ich es eben gerade schon gesagt habe. Solange der Wissenschaftler als Mensch in sich spürt, daß er in die Wissenschaft Kraft investieren will, muß er es tun. Weil: es ist sein Lebenszweck. Und es ist gut, das zu tun. Sich jetzt als Wissenschaftler hinzusetzen und aufgrund meiner Worte die Hände in den Schoß zu legen und zu sagen: "Um Gottes Willen. Es gibt ja doch die Geisteswissenschaft - und das will ich jetzt machen - ist absoluter Humbug. Es ist absoluter Humbug, weil: Geisteswissenschaftler gibt es auch, aber sie müssen immer sehen, wo die Menschheit jetzt steht. Und mit welchen Informationen die Menschheit jetzt umgehen kann. Und wie die Menschheit jetzt aus der Misere, in die sich hineingebracht hat mit der Erde, gut wieder hinauskommen kann. Und braucht sie noch in ganz besonders starkem Maße redlich arbeitende, sich wirklich bemühende Wissenschaftler.

 

JF: Naturwissenschaftler.

 

WR: Naturwissenschaftler!

 

JF: Das heißt nur Wissenschaftler, die einander zuarbeiten aus diesem "gewissen"haften Arbeiten im wahrsten Sinn des Wortes.

 

WR: So ist es! so ist es!

 

JF: Gut, ein ganz anderes Verständnis. Schön. Wir werden viel daran zu knabbern haben.

 

WR: Doch, es wird auch viel Gutes daraus entstehen, mit Sicherheit.

 

JF: Das glaube ich, es ist schon.

 

Ich habe jetzt keine weiteren Fragen aus dem Text herausgezogen. Susanne soll auch noch ihren Geburtstag zu Ende feiern. Ich möchte Ihnen für das Gespräch danken. Es hat mir sehr gefallen, heute mal so "von Mensch zu Mensch" reden zu können.

 

WR: Es hat mir auch sehr gut gefallen, muß ich wirklich sagen, ja. Es war ein schöner Abend, es war ein sehr schönes Gespräch. Ich bedanke mich bei Ihnen beiden.

 

JF: Ich auch, danke schön.

 

WR: Ich wünsche Ihnen jetzt noch für den weiteren Verlauf des Abends und auch für den morgigen Tag alles Gute und sehr viel Kraft - auch wenn die Sonne Sie etwas stark bescheint.

 

JF: Ja, so ist das.

 

WR: Guten Abend.

 

JF: Gute Nacht.

Fischer-

ORGON-

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Jürgen Fischer

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«Gott» ist die Natur, und Christus ist die Verwirklichung des Naturgesetzes.


Gott (Natur) hat die Genitalien bei allen Lebewesen geschaffen. Er hat das getan, damit diese nach natürlichen, göttlichen Gesetzen funktionieren. Deshalb ist es weder Sakrileg noch Blasphemie, dem Verkünder Gottes auf Erden ein natürliches, göttliches Liebesleben zuzuschreiben. Dieses ist im Gegenteil die Verwurzelung Gottes in der reinsten Tiefe des Menschen.


Diese Tiefe existiert im Leben von Anfang an. Die Fortpflan- zungsfunktion kommt erst in der Pubertät zur Genitalität hinzu.


Die göttliche, genitale Liebe ist schon lange vor der Fortpflan- zungsfunktion da; deshalb wurde auch die genitale Umarmung von der Natur bzw. von Gott nicht nur zum Zweck der Fortpflanzung geschaffen.

 

Wilhelm Reich, aus dem Vorwort des "Christusmord"

 


 

Im Hintergrund sehen Sie das Standbild einer grafischen Darstellung von Kreiselwellen. Unter diesem Link finden Sie Kreiselwellen in einer bewegten Trick-Animation. (Für eine bildschirmfüllende Darstellung betätigen Sie bitte die Taste F11). Diese grafische Darstellung kann die Kreiselwellen nur annähernd zeigen. Was Sie tatsächlich am Himmel sehen, kann sich davon erheblich unterscheiden.

Kreiselwellen sind optische Erscheinungen der Orgon-Energie, die immer nur subjektiv wahrnehmbar sind, d.h. man kann sie nicht fotografieren oder filmen - sie existieren nicht als eigenständiges, objektives Phänomen. Deshalb gehören sie für den Verstand nicht zur "Realität" - dennoch können sie von fast allen Menschen wahrgenommen werden. Hier auf www.orgon.de finden Sie detallierte Anleitungen (auch als kostenloses mp3-Hörbuch), wie Sie die Lebens-Energie sehen, hören und fühlen können.

Es ist sehr einfach ...

Probieren Sie es aus!

 

 

„Haben Sie schon mal über wirkliche Freiheit nachgedacht Willard? Freiheit von den Meinungen Anderer, sogar von den eigenen Meinungen?“

 

Colonel Walter E. Kurtz im Film Apocalypse Now