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Göttliche Liebe
Arbeit an der Vervollkommnung des Menschen
und Wissen um die Göttliche Quelle
aus eigener Erfahrung
sind die Grundlagen unseres Lebens.
Sie sollen es auch bestimmen.
Spirituelle Orgonomie
Energetische Wahrnehmung als Grundlage spiritueller Entwicklung
von Jürgen Fischer
Die spirituelle Orgonomie zeigt uns, wie wir lernen können, Energie wahrzunehmen, mit
dieser Wahrnehmung geistig zu arbeiten und wie sich »die Welt« ganz anders anfühlt, wenn wir
sie nicht über vorgefertigte Einstellungen beurteilen, sondern direkt mit dem »orgonotischen Sinn«,
d.h. mit der unmittelbaren energetischen Erkenntnis erfahren.
Vor drei Jahren, mit den ersten medialen Gesprächen, die wir mit Wilhelm Reich geführt haben,
begannen wir, uns auf einer orgon-energetischen Ebene mit spirituellen Grundfragen auseinanderzusetzen.
Inzwischen arbeiten wir mit einem großen Spektrum an Möglichkeiten:
- dem Engel-Energie-Akkumulator,
- dem Orgon-Energie-Transformator,
- der energetischen Wahrnehmung,
- der Lebendigen Meditation,
- der alltäglichen Ekstase,
- mit »Streaming«,
- mit inzwischen vier Büchern:
»Der Engel-Energie-Akkumulator«
»Leben, Tod und Information«
»Die neuen Pforten der Wahrnehmung«
»Energie Meditation und Ekstase«
- mit zwei Audio-CDs »ORGON« und »Lebendige Meditation«
- und den Seminaren im ORGONIUM und an anderen Orten
Die Spirituelle Orgononomie ist zu einem weitverzweigten System von Methoden geworden,
über die wir
ein ganz praktisches Verständnis von geistigen Grunderfahrungen erwerben,
das nicht auf intellektuellem Konzepten basiert, sondern auf der konkreten
Erfahrung. Dieses Verständnis gründet auf unserer rationalen, »westlichen« Sicht der Welt,
nur das zu glauben, was wir selber sinnlich wahrnehmen können, d.h. keine Lehrmeinung
zu akzeptieren, wenn das, was erklärt wird, nicht 100%ig dem entspricht, was
wir selber erfahren.
Feinstoffliche Wahrnehmung, Rationalität und Mystizismus
Feinstoffliche Wahrnehmung kann etwas sehr Konkretes sein, auch wenn
sie nach anderen Kriterien funktioniert als unsere stoffliche Wahrnehmung.
Es ist möglich, Energie zu sehen, zu hören und zu fühlen. Wenn wir uns mit verschiedenen
Formen feinstofflicher Wahrnehmung vertraut machen, werden wir feststellen, daß es möglich ist,
diese energetischen Phänomene genauso deutlich wahrzunehmen wie die physische Welt.
Eine Warnung möchte ich vorher aussprechen: Alles Esoterische, Mystische ist von einem
Schleier von Geheimnis umgeben, der es unnahbar und interessant macht. Indem wir die
energetische Ebene wahrnehmbar machen, wird das Mystische real und verliert seinen Reiz des
Geheimnisvollen. Diese Entmystifizierung ist notwendig und wichtig, um das wirklich Wunderbare,
das tatsächlich Bewegende in der Energie erkennen zu können. Es kann aber sein, daß dieser
Prozeß des Erkennens etwas Ernüchterndes, vielleicht sogar Banales zum Vorschein bringt. Wir werden
jedoch mehr als entschädigt, durch die Erkenntnis völlig neuer, unbekannter Dimensionen der Natur und des Geistes.
Ich möchte einem Mißverständnis vorbeugen, dem ich oft begegnet bin. Allein die Tatsache,
daß wir uns mit feinstofflichen Energien, mit Meditation, mit Engeln und Gott beschäftigen,
hat nichts mit Mystik zu tun und schon gar nicht mit Mystifikationen. Es geht in der
spirituellen Orgonomie - wie in allen anderen orgonomischen Disziplinen - um Wahrnehmung und Erkenntnis. Es geht nicht um den Widerspruch
zwischen naturwissenschaftlicher und spiritueller Sicht der Welt. Wenn wir feinstoffliche
Energie wahrnehmen und den Geist in seinen Strukturen erkennen, beziehen wir uns auf
Erfahrungen und nicht auf Theorien. Erst, wenn wir Energie, den Geist und auch Gott aufgrund
eigener Erfahrungen erkennen, können wir hinter Dogmen sehen und auf Gurus und Lehrmeister
verzichten, ob es nun um wissenschaftliche oder religiöse Dogmen und ihre Prieser geht.
Gerade die heutigen Jünger Wilhelm Reichs sind in hohem Maße mißtrauisch gegenüber jeder Form
vom Mystifikation. Dennoch hat sich hier ein materialistischer Mystizismus entwickelt, wenn
behauptet wird, mit der Entdeckung der Orgon-Energie wäre "Gott" oder eine Erfahrung jenseits
unserer materiellen Welt überflüssig geworden. Tatsächlich hat dieser »energetische
Materialismus« dazu geführt, daß sich das materialistische Denken der Begriffe »Bioenergie« oder auch
»Orgon« bemächtigt hat.
Wilhelm Reich hatte zeitlebens eine strikt materialistische Einstellung, die jedoch in den
letzten Jahren - vor allem in der Zeit im Gefängnis - ins Wanken gekommen ist. So hat er in
seinem Nachlaß seinem
Sohn Peter die »Betenden Hände« vom Dürer als Postkarte hinterlassen, mit der Aufforderung zu
beten. Jeder, der sich mit dem Verhältnis zwischen Reich und seinen Kindern beschäftigt hat, wird
wissen, wie sehr Reich auf Wahrhaftigkeit und Verantwortung Wert gelegt hat. Reich hätte seinem
Sohn eine solche Aufforderung - die vieles an seiner Arbeit in Frage stellte - nie leichtfertig
hinterlassen, wenn sie nicht seiner eigenen tiefsten Überzeugung entsprochen hätte.
In einem seiner späteren Werke (ca. 1953) lesen wir folgende Sätze Wilhelm Reichs:
I learned to respect religious thought. I have to confess that. I didn't twenty years ago.
I began to see how deep the religious probing goes, how deep down, even though it is mystical.
In reading Buddha or Christ or any other theory, it's incredible how much these founders of
religion knew about the orgonotic functioning. It's incredible! Disguised, or not in scientific
terms, but the basic cosmic laws were known somehow. And here I think the discussions of the
future will take place, this borderline here. Perception, consciousness, selfawareness, and
spirit, absolute God.
"Ich lernte, den religiösen Gedanken zu respektieren. Ich muß es bekennen. Vor zwanzig
Jahren tat ich das noch nicht. Ich begann zu erkennen, wie tief die religiöse Suche geht, wie
tief hinunter, obwohl sie mystisch ist. Wenn man Buddha oder Christus oder andere Theorien
liest, ist es unglaublich, wie viel diese Religionsstifter über das orgonotische Funktionieren
wußten. Es ist Unglaublich! Versteckt und nicht in wissenschaftlichen Begriffen, aber die
grundlegenden kosmischen Gesetzte waren irgendwie bekannt. Und ich denke, die Diskussionen
der Zukunft werden hier an dieser Grenzlinie stattfinden. Wahrnehmung, Bewußtsein,
Selbsterkenntnis und Geist, absoluter Gott."
(Wilhelm Reich, Man's Roots in Nature, in: Orgonomic Functionalism, Vol. 2, The Wilhelm Reich
Museum, Rangeley/Maine, 1990)
Warum überhaupt Spirituelle Orgonomie? - Die höhere Schwingungsebene
Die Suche nach spiritueller Erkenntnis ist kein Hobby einer verwöhnten
New-Age-Generation, auch wenn es oft so aussehen mag. Spiritualität ist neben der Sexualität
die stärkste Kraft in uns Menschen, die zwar verdrängt werden kann, aber nur zum Preis schwerer
seelischer Verwüstungen.
In den sechziger und siebziger Jahren war eine ganze Generation auf der
Suche nach neuen spirituellen Erfahrungen. Hintergrund war das tief empfundene Gefühl, daß unsere
westliche, christlich geprägte Kultur die tief empfundene, ursprüngliche spirituelle
Grunderfahrung, die gnostische Gotteserfahrung vergessen hat.
Dabei scheint jedoch einiges in falsche Geleise gegangen zu sein. In der Ablehnung von Priesern
und organisierter Priesterschaft haben wir uns anderen Gurus, Lamas und selbsternannten Erleuchteten
und ihren Sekten ausgeliefert. Wir haben in der Ablehnung festgefahrener christlicher Liturgien in
fernöstlichen, amerikanischen und anderen exotischen Religionen gesucht. Doch dabei haben wir uns
noch weiter von unseren eigenen geistigen Wurzeln entfernt - und von uns selbst.
Alle Religionen sagen, daß alles »in uns selbst« liegt. Gotteserkenntnis ist daher
ein Teil unserer eigenen Erfahrungsfähigkeit - wenn wir sie wollen und die richtigen Mittel kennen.
Energetische Wahrnehmung, Lebendige Meditation und alltägliche Ekstase erhöhen unsere
eigene Schwingung. Viele Prophezeihungen sagen dies für die nächsten Jahre der Jahrtausendwende voraus:
die Menschheit wird insgesamt auf eine höhere Schwingungsebene gebracht. Dieser Begriff
»höhere Schwingungsebene« ist ebenfalls nur eine Metapher, die einen lebendigen Prozeß
umschreibt. Indem unsere Seele sich in diesem Leben mit einem materiellen Körper verbindet, treffen
zwei (tatsächlich erheblich mehr) Schwingungsebenen aufeinander, eine grobe, körperliche und eine
feine, seelische. In diesem Modell, das auch von Edward Bach benutzt wurde, ist »die Persönlichkeit«
die Ebene, auf die wir uns intern einigen, der inneren Kompromiß, den wir schließen, auf welcher
Schwingung wir funktionieren.
In diesem Kompromiß sind also ständige Konflikte vorprogrammiert: entweder die Seele leidet, wenn
Grobheit, Drogen, Völlerei und andere physische Exzesse die Persönlichkeit an die tiefste materialistische
Ebene binden oder wir leiden, weil Angst, Orientierungslosigkeit,
Depressionen oder Wahnsinn die Zeichen dafür sind, daß unsere Seele sich in der materiellen Welt
nicht mehr bewegen kann.
Indem wir unsere Schwingungsebene anheben, erleben wir durch unsere feinere Wahrnehmung
energetische Zusammenhänge neu. Das Werk Wilhelm Reichs ist ein gutes Beispiel, wie sich diese
feinere Wahrnehmung auswirken kann. Wir begreifen das Leid, das wir den Kindern zufügen, indem
wir sie in ihrer Lebendigkeit beschränken. Wir begreifen das immense Unglück der Massenseuche
»Neurose«. Wir begreifen die energetische Ebene der Erde und verstehen, was es bedeutet, daß sich
Wüsten ausdehnen und wie sehr wir eine lebendige Atmosphäre benötigen. Wir verstehen, was unser
eigenes sexuelles Glück mit dem Glück der Welt zu tun hat.
Eine erhöhte Schwingungsebene führt zu erweitertem emotionellem Erleben. Wir verstehen, wie wichtig
das unbeschwerte Glück des Augenblicks ist und wie sehr auch noch so geringfügige emotionelle
Angriffe gegen andere die Ursache für Leid und Krieg bilden.
Wir erleben eine neue Form von Konfrontation mit neurotischen Mustern, die uns an
der Materie halten. Das Ego wehrt sich und es beginnen in uns völlig neue, unbekannte Kämpfe,
weil wir uns nicht von den begangenen Wegen entfernen sollen. Jede wirkliche Veränderung werden
wir an der giftigen Reaktion des Ego feststellen können: Angst, Depressionen, Rechthaberei - das
ganze Spektrum neurotischer Reaktionen.
Letztlich führt uns eine hörere Schwingung zu ganz neuen Formen der Gotteserfahrung. Das Tun
wird wichtiger als die intellektuelle Interpretation: erst erleben, dann verstehen. Wir befreien uns
von alten Formen des spirituellen Ego, indem wir uns dem Erleben der Göttlichen Energie hingeben.
Copyright by Jürgen Fischer
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