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Kennzeichnend für diese energetische Struktur ist eine hohe, von den Betroffenen oft als
"eingekapselt" empfundene Ladung im Kern, die keine Verbindung zur organismischen
mittleren Struktur oder sogar der Peripherie hat. Häufig wird die Empfindung einer nicht
vorhandenen Begrenzung nach außen durch die Ausbildung trainierter Muskulatur überdeckt.
Vegetative Beweglichkeit ist in der Peripherie kaum vorhanden, man bekommt einen "kalten", nicht
gefüllten Eindruck bei der Betrachtung und Erfühlung der Haut und Bindegewebe. Einer meiner
an Blutkrebs erkrankten Patienten beschrieb sehr anschaulich, wie er im Verlauf der Behandlung
mit einem "glühenden Vulkan" in seinem Innern, der bis dahin völlig abgetrennt von seinen
Empfindungen tief in seinem Körper verborgen war, in Kontakt kam.
Menschen mit diesem Reaktionstypus haben große Schwierigkeiten, die Arbeit mit
der Spannungs-/ Ladungsfunktion - z.B. in Streßpositionen - zu tolerieren. Es kommt zu
Wadenkrämpfen, Rückenschmerzen, unerträglichen Druckzuständen im Kopfbereich, aber nur
geringen Vibrationen im Bereich der Extremitäten und sonstigen peripheren Strukturen.
Die Ladung der peripheren Strukturen selbst in Streßpostionen und vertiefter Atmung reicht
zum Hervorbringen von Faszikulationen oder pulsatorischen Schwingungen nicht aus - je weiter
die leukämische Struktur fortgeschritten ist, umso mehr ist eine konsequente discharge - Arbeit
im Stehen unter Ermöglichung von Vibrationen zunächst in der unteren Extremität und
zunehmender Kanalisierung über die große longitudinale dorsale Bahn in die obere Extremität
angezeigt. Dieser Prozeß geht mit verstärkten Ausscheidungsfunktionen über die Haut, die Harnblase
und den Darm einher. Starke Durchfälle mit Schleimbeimengungen, Gesichtsakne und
ungewöhnliche Urinfärbungen sind bei der fortgeschrittenen leukämischen Reaktionsstruktur in den ersten
3 - 5 Monaten der Therapie zu beobachten; die Detoxifizierungsreaktionen des Organismus
verlaufen wie lehrbuchhaft in den von der naturheilkundlichen Medizin beschriebenen Verlaufsformen.
Entstehen die ersten Faszikulationen im Bereich der unteren Extremität, kommt es zu
abrupten, mächtigen Ausschlägen des Beckensegments, die unbedingt durch den Behandelnden
unterbrochen werden müssen. Diese gebrochenen, konvulsionsähnlichen Vor- und
Rückwärtsbewegungen Stellen ein Ausweichen vor dem Höhertreten der Energie durch die dorsale longitudinale
Bahn dar - werden sie durch einen den ganzen Körpereinsatz erfordernden Blockierungssgriff an
den Beckenschaufeln unterdrückt, kommt es zur Ausbreitung der Faszikulation entlang der
Wirbelsäule. Unter Verwendung der lumbalen und thorakalen Druckpunkte wird in einem
Monate erfordernden Prozeß die Kanalisierung in die obere Extremität ermöglicht. Zu diesem
Zeitpunkt muß besondere Aufmerksamkeit auf den Kopfbereich des Patienten gerichtet werden:
der Unterkiefer soll sanft geöffnet und die Augen müssen unter allen Umständen ebenfalls
offen bleiben. Ab dem Zeitpunkt der Entstehung starker Faszikulationen in den Armen kommt
es durch Druck auf das Sternoclavikulargelenk sowie dem beidseits des Sternums gelegenem
Raum zwischen dem Ansatz der ersten und zweiten Rippe zur Ausbreitung der mobilisierten
Energie über den ventral aufsteigenden Kanal. Druck auf den caudalen Ansatz des
M. sternocleidomastoideus verstärkt den Energiefluß zum Platysma.
- Während die o.g. Arbeit als Vitalisierungs- und Unterbrechungstechnik bei allen
energetischen Typen im Rahmen der Gesamtbehandlung von großer Bedeutung ist, wird bei Vorliegen
einer lymphatischen oder leukämischen Erkrankung im ersten Behandlungsjahr ausschließlich in
der Spannungs-/Ladungsarbeit diese Position benutzt. Jeder Wechsel in eine andere Position
unter Anspannung der quergestreiften Muskulatur und vertiefter Atmung geht mit großer
Gefährdung
für den Patienten einher; selbst nach nur einmaliger Arbeit in der Rückenlageposition kann
es Monate dauern, bis der damit einhergehende erneute Anstieg z.B. der Leukozyten wieder
durch die Arbeit in der stehenden Position wieder aufgefangen werden kann. Nur nach
erreichter Faszikulation der gesamten Extremitätenmuskulatur wird in Bauchlage und völliger
Entspannung des Patienten über Fuß-, Hand- und Wirbelsäulendruckpunkte ein Hin- und Herfließen der
mobilisierten Energie sichergestellt.
Beim nicht im leukämischen Reaktionstyp weit fortgeschrittenem Organismus entsteht
nach Ausbreitung der Faszikulationen in die obere Extremität und die Kopfsegmente eine
harmonische und gleichzeitig sehr kraftvolle Ganzkörperschwingung, die vom Bauch- und
Beckensegment ausgehend, die gesamte organismische Peripherie durchdringt und in den Händen
zu einem feinen Entladungszittern/ Flirren führt.
Vom biologischen Kern hin zur Peripherie laufen nun Ladungs- und Entladungswellen, die
z.B. in den Augen zu einer hohen energetischen Intensität führen. Um dies vollständig zu
erreichen, ist oft eine Arbeit in einer andersartigen stehenden Position notwendig: der Patient hält sich
in einem siebzig Gradwinkel mit über den Kopf erhobenen Armen mit der Körpervorderseite
hin zur Wand; die Füße halten einen entsprechenden Abstand von der vertikalen Fläche, die
Knie sind gebeugt und der Kopf zurückgeneigt. In dieser Position kann die Ausbreitung des
Energieflusses vom Plexus solaris über das Zwerchfell und die Speiseröhre zunächst zu Würge-
und Hustenimpulsen führen, ddie dann zu ermöglichende Kanalisierung der Energie über den
Hals, Unter- und Oberkiefer und den M. temporalis bis zum Schädeldach kann bei geöffneten
Augen sehr koordiniert und sicher erfolgen. Nach Erreichen der Ganzkörperschwingung beginnt nun
- wie erwähnt ausschließlich beim nicht an Leukämie Erkrankten - die Arbeit in der
klassischen Rückenposition wie beim Reaktionstyp 2.
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