Lektion 10
Energie fühlen:
Plasmatisches Strömen durch Kälte
auslösen
Die Erfahrung des plamastischen Strömens ist bei den meisten
Menschen mit einem Gefühl von Kälte verbunden, das eine
»Gänsehaut« auslöst und so stark werden kann, daß wir _ auch bei warmen
Temperaturen _ innerlich ein eiskaltes Gefühl empfinden und auch objektiv
stark abkühlen.
Vorbereitung:
Wir suchen uns je nach Witterung und Jahreszeit einen kühlen
Platz (z.B. nachts oder im Winter am offenen Fenster), entkleiden uns
so weit wie möglich und legen eine wärmende Decke bereit.
Zunächst nehmen wir eine Sitzhaltung ein, in der wir aufrecht und
entspannt sitzen können.
Übung:
Nun schließen wir die Augen und horchen in uns hinein.
Sobald wir das Rauschen hören, empfinden wir die Kälte und die
Gänsehaut an unserer Körperöberfläche. Wir gehen in dieses Gefühl
der Kälte hinein und versuchen, ein Strömen im Körperinneren zu
identifizieren, so als fiele die Kälte als Schneeflocken durch unseren
Körper hindurch. Wir legen eine Decke um uns oder schließen das Fenster
und halten das Gefühl des Strömens aufrecht.
Fehlerquellen:
Kälte ist für uns meist negativ assoziiert, d.h. sobald wir frösteln,
versuchen wir Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Es ist für manchen
Menschen sehr ungewöhlich, ein solches Gefühl bewußt zu
provozieren oder zuzulassen. Wir können bei dieser Übung feststellen, daß die
Bewertung eines Gefühls eine Ego-Funktion ist; die Bewertung ist
das direkte Ergebis diskursiver Gedanken.
Ergebnis:
Sobald wir das Gefühl des plasmatischen Strömens identifiziert
haben, können wir feststellen, daß dieses »Frösteln« immer wieder
spontan auftritt, wenn es von seiner negativen Bewertung befreit ist.
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