Lektion 1
Energie sehen:
Kreiselwellen
Vorbereitung:
Öffnen Sie ein Fenster, durch das Sie einen ungehinderten Blick
auf den Himmel (blauer Himmel, Wolken oder auch grauer Himmel)
haben. (Durch ein Fenster zu sehen, ist erheblich besser, als diese
Übung draußen zu machen, weil, wenn Sie ungeschützt in den hellen
Himmel schauen, das Sonnenlicht oft zu hell ist und Sie deshalb die Augen
unwillkürlich zukneifen. Die verspannte Augenmuskulatur hindert
Sie dann an der Energiewahrnehmung.)
Übung:
Setzen Sie sich nun etwa zwei Meter vor das Fenster und stellen Sie
sich dort, wo die Fensterscheibe wäre, wenn das Fenster geschlossen
wäre, eine Scheibe vor. Schauen sie auf die gedachte Scheibe, d.h. halten
Sie den Fokus zunächst auf ca. zwei Meter eingestellt. Dann werden
Sie nach wenigen Sekunden, evtl. erst nach einigen Minuten eine große
Anzahl kleinster, sehr beweglicher heller Pünktchen sehen, die
durcheinanderschwirren. Wenn Sie die Kreiselwellen erst einmal identifiziert
haben, können Sie Ihre Position verlassen, den Fokus verändern und
mit der neugewonnenen Wahrnehmung spielen. Sie werden diese
Energiewahrnehmung nun ohne große Anstrengung immer wieder
erreichen können.
Fehlerquellen:
Durch eine Plastikbrille oder durch Kunststoff-Kontaktlinsen sind
die Kreiselwellen schwer oder eventuell gar nicht zu sehen.
Sie werden feststellen, daß Sie die Wahrnehmung der Kreiselwellen
immer wieder abrupt unterbrechen. Dann müssen Sie sich erneut
darauf konzentrieren, sie zu sehen. Diese Unterbrechung und das
Neu-darauf Einstellen, die Energiewahrnehmung zu erreichen, ist ein
wichtiger Aspekt energetischer Wahrnehmung, der uns in der Folge immer
wieder beschäftigen wird, denn es ist der automatisch einsetzende
innere Dialog, der innere »Quatschkopf«, der uns von der
Energiewahrnehmung trennt.
Ergebnis:
Sie haben nun etwas Wichtigen über die Realität energetischer
Wahrnehmung gelernt: sie ist völlig real, aber sie existiert nur innerhalb
unserer eigenen Erfahrungswelt. Die Kreiselwellen sind nichts
Vorgestelltes, Projiziertes. Sie sind kein Gedanke, den wir denken, um ihn
dann »in unserer Phantasie« wahrzunehmen, wie z.B. Geistreisen. In der
energetischen Wahrnehmung haben Phantasien nichts zu suchen. Wir
sollten uns immer daran erinnern, wie real die Erfahrung der
Kreiselwellen ist, und diese Erinnerung auf andere Wahrnehmungsebenen
anwenden, mit denen wir in der Folge zu tun bekommen. Wenn Sie also in
Zukunft mit anderen energetischen Phänomenen arbeiten, sollten Sie
sich Ihrer Erfahrung so sicher werden, wie Sie die Kreiselwellen nun
auch sicher sehen können _ auch wenn viele der anderen energetischen
Erfahrungen um so mehr Selbstsicherheit und Gewißheit benötigen,
je mehr sie sich von unserer gewohnten physischen Wahrnehmung
entfernen.
Dauer und Wiederholungen der Übung:
Üben Sie, bis Sie die Kreiselwellen wahrgenommen haben, jedoch
nicht länger als maximal 10 Minuten pro Tag. Sollten Sie nach drei
Tagen nicht in der Lage sein, Kreiselwellen zu sehen, machen Sie mit den
akustischen Übungen weiter und wiederholen Sie diese Übung später.
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