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DOR - Die zerstörte Lebensenergie DOR wahrnehmen lernen - die Voraussetzung
Es dürfte klar sein, daß man ein Phänomen nur dann erforschen kann, wenn man es kennt, es er-kennt. Ich habe DOR erst wirklich erkennen können, nachdem ich mit James DeMeo auf einer Cloudbusting-Expedition in Arizona gewesen bin. Ich wußte viel darüber - dachte ich - weil ich vieles gelesen hatte. Aber mir fehlten die Wahrnehmungskriterien dafür, DOR in der Atmosphäre eindeutig erkennen und beschreiben zu können. Aus Gesprächen mit vielen Menschen, die sich für die Reich'schen Methoden interessieren, weiß ich, daß ich dieses Problem nicht alleine habe: Man muß die DOR-Phänomene beschrieben bekommen, um sie wahrnehmen zu können (genauso wie die Orgon-Energie-Phänomene) und am besten ist eine persönliche Anleitung, da DOR zwar bestimmte Grund-Funktionen hat, aber doch immer auch örtlich unterschiedlich auftritt. Atmosphärisches DOR ist in unseren Breiten so durchgängig vertreten, daß es kaum möglich ist, DOR-freies Wetter zu erleben. Doch um DOR wahrnehmen zu können, braucht man unbedingt auch den Vergleich. Ich habe es mir angewöhnt, die DOR-Situation mehr oder weniger ständig zu betrachten und so meine Sinne geschärft zu halten. Die wichtigsten Kriterien sind dabei: 1. die Wolkenbildung 2. die Durchsichtigkeit der Atmosphäre und die Farbe des Himmels 3. die emotionelle Verfassung der Natur 1. Die Wolkenbildung Die Form der Wolkenbildung ist direkt abhängig von der Lebendigkeit der Atmosphäre. Eine lebendige Atmosphäre zeichnet sich dadurch aus, daß in ihr verschieden große Orgon-Ladungen existieren und in einem Wechselspiel miteinander stehen. Eine erstarrte Atmosphäre ist weitgehend gleichförmig, es findet wenig oder gar kein Austausch zwischen verschieden hoch geladenen Energiefeldern statt. Besonders stark geladene Energiefelder binden die Luftfeuchtigkeit stärker als schwächer geladene Bereiche. So kommt es zur Wolkenbildung, d.h. orgonotisch korrekt wäre die Ausdrucksweise, daß ein Energiefeld eine Wolke hat" und nicht umgekehrt daß eine Wolke ein Energiefeld hat. (Diese Ansicht entspricht unserer materiellen Sichtweise und ist daher nicht falsch". Viele esoterische Schulen sprechen davon, daß der Energiekörper zuerst da ist, und dann kommt es zur Bildung des materiellen Körpers. Bei der Kirlian-Fotographie kann man beispielsweise die Energie-Form eines Blattes komplett abbilden, auch wenn ein Teil des Blattes fehlt.) Man kann also davon ausgehen, daß erdnahe Kumulus-Wolken (Haufenwolken) ein Indiz dafür sind, daß in der Erdatmosphäre verschieden hoch geladene Regionen existieren, die im Austausch miteinander stehen. Je schärfer begrenzt diese Wolken sind, je dunkler der blaue Himmel zwischen ihnen, je höher sich die Wolken auftürmen, desto größer ist der Unterschied zwischen hoch- und niedriggeladenen Regionen und desto lebendiger die Atmosphäre. Je diffuser die Kumuluswolken sind, je blasser der Himmel zwischen ihnen, je weniger sie sich auftürmen, desto geringer sind die energetischen Unterschiede in der Atmosphäre und desto weniger lebendig ist diese. Das DOR-Extrem ist eine graue, diffuse Masse, deren Form als Wolken (im erdnahen Bereich, nicht die hohen Cirrhus-Wolken) kaum noch oder gar nicht mehr identifiziert werden kann. Eine weitere Extremform ist der blaßblaue, wolkenlose Himmel. Hier ist das Fehlen von Wolken ein sehr häufig auftretendes Indiz für DOR, vor allem in Wüsten- und Wüstenrandgebieten, also z.B. in Südeuropa. Neben DOR kann es für das total wolkenlose Wetter auch die orgonotisch seltenere, aber durchaus mögliche Situation geben, daß die Erde höher geladen ist als die Atmosphäre, was vor allem oft nachts und in den Dämmerungen geschieht. Dann gibt es Hoch- oder Bodennebel oder gar keine Wolkenbildung. In bezug auf wolkenfreies Wetter unterscheidet sich die Ansicht über orgonotisch gutes Wetter" daher sehr von der üblichen Meinung in unserer Zivilisation. Die Ansicht, daß Sonnenwetter mit gutem Wetter gleichzusetzen ist, kann ich für unsere mittel- bis nordeuropäischen Breitengrade damit erklären, daß DOR-Wetter hier ein relativ neues Phänomen ist, das vielleicht erst in diesem Jahrhundert wirklich massiv auftritt und früher unbekannt war. Somit ist Sonnenwetter für diese Regionen tatsächlich mit gutem Wetter gleichzusetzen gewesen. In südlichen Regionen, in Asien, Afrika, Arabien etc. gilt historisch gewachsen, daß gutes Wetter" nicht warmes oder heißes, wolkenfreies Wetter ist, sondern ganz im Gegenteil, kaltes, wolkiges Wetter (womit nicht nasses oder feuchtes Wetter gemeint ist). Selbst in Tibet, das ja ein sehr hochgelegenes und damit kaltes Land ist, gilt warmes, wolkenfreies Wetter als schlechtes Wetter". In diesen Regionen entlang der Sahara, der Wüsten Kleinasiens und der Wüste Gobi ist die lähmende Wirkung des DOR-Wetters offenbar bekannt. 2. Die Durchsichtigkeit der Atmosphäre und die Farbe des Himmels Orgon hat die Farbe blau, DOR ist eher weiß oder schwarz oder auch braun bis violett, je nachdem in welcher Form es auftritt. Die blaue Farbe von Orgon ist die Ursache für die Blaufärbung des Himmels. In einer lebendigen Atmosphäre ist der Himmel tiefblau, je blasser die Blaufärbung, desto mehr muß man von DOR ausgehen, deshalb ist die Blaufärbung des Himmels ein recht gutes Indiz für die DOR-Situation. In einer lebendigen Atmosphäre erscheinen entfernte Hügel und Berge um so blauer, je weiter sie entfernt sind. In einer DOR-Atmosphäre erscheinen Hügel um so weißer, je weiter sie entfernt sind. Das ist die einfachste und am leichtesten nachvollziehbare Beurteilung der DOR-Situation. Diese Weißfärbung der Atmosphäre beruht darauf, daß DOR tatsächlich die Fähigkeit der Orgon-Energie beeinträchtigt, zu erstrahlen, d.h. Licht zu transportieren" (diese Bezeichnet Reich als Lumination"). In den Kernregionen der Wüsten kann man dann auch die DOR-Schichten als schwärzliche Schleier sehen, die wie eine Art dünner Rauch bisweilen in mehreren Schichten übereinanderliegen. Dort ist die Beeinträchtigung der Lumination so groß, daß das DOR tatsächlich als Wolken" auftritt, auch wenn es keine Wasserwolken sind, sondern eher an stehende Autoabgase erinnert. Eine weitere Wirkung der beeinträchtigten Durchsichtigkeit der Atmosphäre ist die Verschleierung des Horizonts. Auch dies ist ein untrügliches DOR-Indiz, das man für die Beurteilung der DOR-Situation heranziehen kann. Man sollte jedoch auch hierfür eine Vorstellung davon haben, wie ein Horizont aussieht, wenn es keine DOR-Belastung gibt: Er ist scharf gezeichnet, Wolken und Erdformationen am Horizont sind deutlich unterscheidbar und auch in der großen Entfernunug noch plastisch. Sie erscheinen erheblich näher und größer als bei DOR. Bei einer starken DOR-Wetterlage verschwimmt der Horizont, man kann ihn nicht mehr eindeutig identifizieren, Wolken und Erdformationen scheinen im Dunst, bzw. hinter einer Dunstwand zu liegen. Sehr eindrucksvoll ist der Unterschied des Sonnenuntergangs bei lebendiger Atmosphäre bzw. bei DOR, vor allem, wenn man den Sonnenuntergang im Meer betrachten kann. Eine DOR-Atmosphäre wirkt, als wäre eine Art grauer bis brauner oder violetter Dunst-Schleier am Horizont, in den die Sonne hineintaucht. Wären es Wolken, müßte die Sonne hinter ihnen verschwinden, aber sie bleibt sichtbar. Wenn die Sonne dann breit und rot wird, während sie dem Horizont immer näher kommt, werden horizontale Streifen sichtbar, die auch mit dem Fernglas keineswegs als Wolken identifiziert werden können. In mehreren Schichten übereinander wird die Sonne in mehrere Scheiben zerschnitten: dort, wo die Sonne schwarz" bleibt, d.h. hinter den DOR-Schleiern, wird das Sonnenlicht nicht transportiert. Ein DOR-freier Sonnenuntergang ist anders: Die Sonne versinkt als Kugel wie in einen Spiegel. Sicherlich sind die schmutzig gefärbten DOR-Schleier, die oft am Horizont zu sehen sind, auch auf Luftverschmutzungen im chemisch-physikalischen Sinne zurückzuführen. Diese Färbungen sind in Industrieregionen intensiver als über dem Meer oder über Berg- und Waldgebieten. Ich habe diese starke Färbung jedoch auch in Wüsten, über dem Mittelmeer und über dem Pazifik und über den Alpen und dem Himalaja gesehen. Mag sein, daß diese Industrie-Verschmutzungen tatsächlich einen weltweiten Ring um die Erde bilden. Vielleicht sind sie auch vermischt mit Teilchen aus Staub, aus Vulkanausbrüchen etc. Es scheint erwiesen zu sein, daß der Smog der Industrieregionen zum großen Teil durch DOR mitverursacht ist - indem eine stagnierte Atmosphäre keine wirkliche Bewegung von Luftmassen und von Feuchtigkeit, aber vor allem auch von Energie mehr zuläßt. Allein von der reinen Betrachtung der Phänomene her, ist der Übergang zwischen DOR und Smog fließend, so daß man Smog als speziell industriell verschmutztes DOR-Phänomen sehen kann. 3. Die emotionelle Verfassung der Natur Wer seinem orgonotischen Sinn vertrauen kann, erlebt die Natur als emotionell reagierendes System, ohne sie zu mystifizieren oder ihr menschliche Eigenschaften zu geben. Die Erfahrung von Expansion = Lust und Kontraktion = Angst ist eine Naturerfahrung, die alle Lebewesen im weitesten Sinne erfahren und ausdrücken, also auch Tiere und Pflanzen, aber ebenso die Erdatmosphäre, die Wolken - alle energetischen Systeme, ja selbst Orgon-Akkumulatoren, deren künstlich geschaffenes Energiefeld ebenfalls Freude" ausdrückt, wenn es frisch zusammengesetzt wurde und das auf die energetische Situation der erdnahen Atmosphäre reagiert sowie auf ein zweites Energiefeld - das des Menschen, der sich hineinsetzt - und mit ihm gemeinsam erstrahlt". Gefühle sind die wahrnehmende, eher passive Qualität - Emotionen die sich ausdrückende, reagierende, aktive Qualität des Lebendigen, sie sind die Ausdruckssprache des Lebendigen" wie Reich einen Kapiteltitel in der Charakteranalyse nannte. Wenn man orgonomisch funktionell denkt, sollte man versuchen, die Begriffe Gefühle" und Emotionen" als die zwei Seiten lebendigen Erfahrens zu sehen. Wie unterschiedlich biologische Systeme auf energetische Grundzustände reagieren, kann man sehen, wenn man die Natur in den Wüstenregionen vergleicht mit den saftigen Landschaften Nordkaliforniens oder Irlands. In den Wüsten herrschen die Farben gelb, braun und grau vor. Die grünen Pflanzen sind meist blaß verfärbt, helles Oliv. Die Oberflächen sind hart, stachelig und abweisend. Das Leben der Pflanzen scheint sich weit von der Oberfläche hinter harte Panzer verkrochen zu haben. Wie anders ist das saftige, in vielen Differenzierungen strahlende Grün der Pflanzen in feuchten, energetisch noch weitgehend vitalen Gebieten. In jeder Nische wächst weiches lebendiges Grün. Die Natur drückt Freude und Lust aus. In unsere Regionen, die lange Jahrtausende saftig und lebendig waren, dringt die Wüste von Süden her hinein. Das Waldsterben ist das erste, auch von konventionellen Naturwissenschaftlern anerkannte Symptom des Absterbens der Natur. Die mechanistische Wissenschaft kennt nur stoffliche Ursachen für lebendige Prozesse, muß also chemisch-physikalische Ursachen als grundlegend annehmen, um diesen epochalen Wandel in unserer Natur verstehen zu können. Um den emotionellen Ausdruck der von DOR beeinträchtigten Natur erkennen zu können, muß man sich vergegenwärtigen, wie die saftige, frische und lebendige Natur ist. Wir sind selbst ein Teil dieser Natur, daher trifft der Einwand nicht ganz zu, wir würden unsere eigene emotionelle Verfassung auf die Natur übertragen. Es gibt so viele gute literarische Naturschilderungen, die durch den emotionellen Filter des Betrachtenden zeigen, wie verschiedene Naturzustände parallel gehen mit menschlichen emotionellen Erfahrungen. Man nehme nur das Klischee einer Frühlingsnacht in Paris, Rom oder Amsterdam, wenn die Bäume blühen, das Leben auf den Straßen pulsiert und die verliebten Pärchen in den Straßencafés sitzen. Auch das ist Naturbetrachtung. Man sollte es sich aber mit der Beurteilung der emotionellen Situation der Natur nicht zu einfach machen. Es gehört schon ein wacher Blick und viel Wissen dazu, wenn man wirklich beurteilen will, ob die Vögel vor Lebenslust zwitschern oder weil sie sich gegenseitig vor einer Katze warnen wollen, ob die lauten Schnarrgeräusche der Zikaden in einer südlichen Gegend nicht eine Lebendigkeit vortäuschen, die gar nicht existiert, denn wenn diese Geräuschkulisse verstummt, hört" man, wie traurig still die Natur ist. In der Dämmerung verstummen die natürlichen Geräusche. Reich hat beschrieben, daß sich die orgonotischen Messungen in der Abend-Dämmerung, kurz nachdem die Sonne untergegangen ist, oft in ihr Gegenteil verkehren, daß sich also die Ladung aus der Atmosphäre in die Erde zurückzieht. DOR ist traurig. Die Blätter scheinen zu hängen, die Vögel sind stumm oder aggressiv, die Luft scheint - auch bei Wind - wie eine zähe Masse zu sein. Wie DOR auf lebendige Organismen wirkt, läßt sich an vielen Lebensprozessen
erkennen. Orgon und Wasser haben direkte gegenseitige Affinität, daher ist Leben an Wasser
gebunden. DOR hat dieselbe starke Anziehung an Wasser, jedoch ohne, daß daran lebendige Prozesse
gekoppelt sind. DOR macht durstig, man kann scheinbar nie genug trinken. Der Körper scheint die
Flüssigkeit nicht aufzunehmen, er scheidet sie aus und entwickelt mehr Durst. Das DOR bindet
die Flüssigkeit. So ist die extreme Trockenheit der Wüsten- und Wüstenrandgebiete nicht
unbedingt ein Resultat der Hitze, sondern ein Ausdruck von DOR. Das DOR bindet Wasser, das der
Natur nicht mehr für natürliche Metabolismen zur Verfügung steht. So verschwindet das Wasser aus
der Landschaft und steht auch dem Wechselspiel zwischen der Atmosphäre und den lebendigen
Organismen nicht mehr zur Verfügung.
© Jürgen Fischer |