Orgonakkumulator-Therapie bei schwerkranken Menschen
- ein persönlicher Erfahrungsbericht -
von Heiko Lassek, Leiter des Wilhelm-Reich-Instituts, Berlin
Der folgende, persönlich gehaltene Beitrag faßt meine Erfahrungen mit der
medizinischen Anwendung des von Dr. Wilhelm Reich entwickelten "Orgonakkumulators" in der
Behandlung sogenannter "terminaler" Patienten zusammen.
Es handelt sich hierbei um Menschen, die nach medizinischen Gesichtspunkten nur
noch wenige Tage oder Wochen ihre Erkrankung zu überleben haben, nachdem alle
bekannten medizinischen Behandlungsmethoden keinen weiteren Einfluß auf ein Fortschreiten
der Erkrankung mehr ausüben können.
Anfang 1980 begannen in WestBerlin interessierte Ärzte und Medizinstudenten, in
eigener Initiative die zentralen Experimente Reichs auf dem Gebiet der Zelluntersuchung und
Krebsdiagnostik experimentell nachzuvollziehen und kritisch zu überprüfen. Die Ergebnisse
dieser Arbeit wurden nach dreijähriger Forschung in zahlreichen Veranstaltungen an Universitäten
im deutschsprachigen und skandinavischen Raum vorgestellt. Es zeigte sich, daß Reich mehrere
bis heute unbekannte Phänomene entdeckt und beschrieben hat, die sich mit modernsten
Methoden wie der nachkontrastierenden Videomikroskopie nachvollziehen und dokumentieren lassen.
1982 begannen die ersten Selbstversuche mit auf dem Prinzip der Orgonakkumulation
beruhenden Apparaturen; eine interdisziplinäre Gruppe von Ärzten und Hochschullehrern so
verschiedener Fachgebiete wie Mathematik, Physik und Sozialforschung setzte sich nun mit den
Wirkungen der Orgonstrahlung auf den eigenen Organismus auseinander.
Es zeigte sich, daß subjektive und objektive Einwirkungen umso deutlicher zu erfahren waren,
je deutlicher ein Schmerz oder Krankheitszustand vor dem Beginn der Orgonbestrahlung
bereits vorhanden war, und daß viele gesunde Versuchspersonen ohne jede Symptomatik deutlich
längere und häufigere Bestrahlungszeiten benötigten, um starke vegetative Reaktionen des
Organismus zu verspüren.
Inzwischen haben brieflich und auf Veranstaltungen hunderte von Menschen über ihre
überwiegend positiven Erfahrungen mit der Anwendung dieser Apparaturen berichtet, die sie nach
den seit Mitte der achtziger Jahre zugänglichen Selbstbauanleitungen für Orgonakkumulatoren
in Eigeninitiative herstellten.
Als niedergelassener Arzt, der im Rahmen seiner Praxis sowohl die von
Wilhelm Reich entwickelten Techniken zur Beeinflussung des vegetativen Nervensystems wie auch die
erwähnten biophysikalischen Apparaturen anwendet, wurde ich immer wieder von krebskranken
Menschen im letzten Stadium der Erkrankung, d.h. bei Vorliegen medizinisch nicht mehr zu
beeinflussender Metastasierung und Vorhandensein zumeist furchtbarer Schmerzzustände konsultiert.
Die Beratung und Betreuung von siebzehn sogenannter terminaler Krebspatienten in den
letzten zweieinhalb Jahren, die neben der psychosomatisch orientierten Vegetotherapie in der
täglichen Praxis ausnahmslos unentgeltlich vorgenommen wurde, zeigte die großen Möglichkeiten
und auch die klaren Grenzen einer Beeinflussung derartig fortgeschrittener Krebserkrankungen
durch den Einsatz des Orgonakkumulators. Bei Zweidrittel der Patienten wurde nach Unterweisung
und gemeinsamen Probesitzungen eine deutliche Reduktion des Schmerzmittelgebrauches, in
einigen Fällen sogar Schmerzfreiheit, nach im Durchschnitt 20 Orgonbestrahlungen erreicht. Fast
ausnahmslos kam es zu einer deutlich gesteigerten Vitalität, die sich in der Wiederaufnahme von
vor Einsetzen der Bestrahlung gänzlich undenkbaren Aktivitäten zeigte. Weiterhin wurde die
von Spezialisten prognostizierte verbleibende Lebenszeit bei den meisten Patienten verlängert.
Der folgende Beitrag beruht auf einem Vortrag, den ich über diesen Teil meiner Arbeit
Ende 1989 anläßlich der "WilhelmReichTagung" in Berlin gehalten habe; er faßt inhaltlich die
Erfahrungen mit der OrgonakkumulatorTherapie schwersterkrankter Menschen zusammen.
Ich habe mich zu dieser Veröffentlichung entschlossen, weil die genannten Patienten nach
eingehender Beratung und persönlicher Betreuung während der ersten zwei Behandlungswochen
im Anschluß daran den Orgonakkumulator eigenverantwortlich weiter benutzten, der oft in
die Diskussion gebrachte Einfluß des Behandelnden daher eine sehr geringe Rolle spielte.
Weiterhin haben mir seit der ersten öffentlichen Vorstellung dieser Behandlungsergebnisse
zahlreiche erkrankte Menschen von gleichartigen Erfahrungen mit der orgonenergetischen Behandlung
von Krebserkrankungen berichtet, von denen ich zuvor keine Kenntnis hatte.
Als Arzt ist für mich das höchste und würdigste Ziel der Humanmedizin menschliches Leid
zu vermindern, und wenn es gelingen sollte, weitestgehend zu verhüten. - Wenn ein Teil davon
mit dem Einsatz einer derartig einfach herzustellenden Apparatur wie dem von Wilhelm
Reich entwickelten Orgonakkumulator zu leisten ist, darf diese Möglichkeit nicht länger
außerhalb einer breiten öffentlichen und fachlichen Diskussion verbleiben...
Medizinische Erfahrungen mit der Therapie nach Wilhelm Reich (Vegeto
/ Orgontherapie)
Wilhelm Reich bezeichnete seine Behandlungsmethode nach mehreren terminologischen
Änderungen ab den vierziger Jahren als ORGONTHERAPIE Diese Therapieform läßt sich in
zwei Untergruppen gliedern, die sich allerdings in der praktischen Arbeit am erkrankten
Menschen teilweise überschneiden bzw. ergänzen:
1. psychiatrische Orgontherapie (charakteranalytische Vegetotherapie)
2. biophysikalische Orgontherapie (Einsatz von Orgonakkumulator & medical DORBuster)
Meine Anwendung dieser Therapieform läßt sich in drei Bereiche aufgliedern, die sich
ebenfalls teilweise überlagern:
1. Langzeittherapie,
d.h. charakteranalytische Vegetotherapie mit Patienten, die an schulmedizinisch
diagnostizierten, ohne Erfolg vortherapierten Erkrankungen und körperlichen Symptomatiken leiden.
Hier arbeite ich mit dem Patienten einmal wöchentlich - bei Personen, die von außerhalb
Berlins kommen, durchschnittlich alle drei Wochen mehrere Stunden an aufeinanderfolgenden Tagen.
Die Therapiedauer beträgt in der Regel 1 1/2 2 Jahre.
11. Interventionstherapie,
d.h. Beratung und Demonstration für den Patienten ungefährlicher Selbsthilfetechniken, die
er nach Unterweisung und Kontrolle selbst weiterführen kann, weiterhin telefonische oder,
wenn nötig, persönliche Beratung und Führung während der Zeitdauer der Anwendung dieser
Techniken.
111. Biophysikalische Intensivtherapie,
d.h. Beratung und Führung schwerkranker Patienten überwiegend im letzten Stadium des
Krebsprozesses; Anwendung des Orgonakkumulators (ORAC) und des von Reich entwickelten
diagnostischen Instrumentariums zur Verlaufskontrolle.
Erfahrungen mit der Langzeittherapie:
Bisher habe ich mit Vegetotherapie, kurzzeitig unterstützt durch Anwendung des ORAC,
folgende Erkrankungen und Symptomenkomplexe weitgehend erfolgreich - darunter verstehe
ich deutliche Reduktion der notwendigen Medikamente oder oft vollständiges Absetzen
derselben, weitestgehende Reduktion von Schmerzzuständen oder völliges Verschwinden derselben -
behandeln können:
Trigeminusneuralgien; chronische Schmerzzustände des Bewegungsapparates, insbesondere
der Wirbelsäule; chronisches Glaukom; rezidivierende Gallenkoliken, auch akute Koliken in
Notfällen; Asthma bronchiale; Atmungsfunktionsstörungen bei Vorliegen eines Lungenemphysems;
Patienten mit rezidivierenden Angina PectorisBeschwerden Morbus Meniere (Drehschwindel)
chronisch lymphatische Leukämie und chronisch myelonische Leukämie -
die vegetotherapeutische Behandlung dieser Krankheiten wird in einem folgenden Artikel
dargestellt (der Einsatz des Orgonenergieakkumulators ist hier kontraindiziert)
Schizophrenie, paranoidhalluzinatorischen Typs; chronische Depression,
Angstneurosen
und an Krebs erkrankte Menschen, auf deren Behandlung ich im weiteren detaillierter
unter Punkt III. zurückkommen möchte.
Erfahrungen mit der Interventionstherapie:
Mit dieser Behandlungsmethode arbeitete ich in den vergangenen zweieinhalb Jahren mit
41 Patienten, bei 17 Patienten kam es zum völligen Verschwinden der im Vordergrund
stehenden Symptomatik, bei 8 Patienten gelang eine Reduktion der vorhandenen Schmerzzustände, von
den übrigen 16 erhielt ich keine Rückmeldungen über einen längerdauernden Zeitraum, oder
es wurden Probleme mit der Ausübung der empfohlenen Techniken berichtet.
Erfahrungen mit der biophysikalischen Intensivtherapie:
Unter diesem Punkt möchte ich mich im folgenden auf die Behandlung schwerkranker, sich
im Zustand der multiplen Metastasierung befindlicher Menschen konzentrieren, um hieran
exemplarisch die großen Möglichkeiten, aber auch die klaren Grenzen der Beeinflussung des
Krebsprozesses im letzten Stadium der Krankheit aufzuzeigen.
Die Patienten, die in diesem terminalen Zustand zu mir kamen, hatten über Jahre alle
schulmedizinischen Behandlungsverfahren, darunter Chemotherapie, Operation des Primärtumors
und Bestrahlung, und in der Mehrzahl der Fälle auch naturheilkundliehe Verfahren, wie
Makrobiotik, Homöopathie, Fastenkuren, und Behandlung in Privatkliniken vollzogen, ohne den
der Krankheitsprozeß zumindestens hätte aufgehalten werden können. Ich behandelte von Ende
1987 bis zum Frühjahr 1990 insgesamt 17 Menschen, die von einem medizinisch orientierten
Standpunkt völlig "austherapiert" waren und denen von den behandelnden Spezialisten fast
ausnahmslos Uberlebenszeiten zu Beginn der Orgontherapie von 13 Monaten vorausgesagt wurden.
Um einen Eindruck von der Schwere der Erkrankungen zu vermitteln, will ich den
Zustand vor Beginn des Akkumulatoreinsatzes an zwei Menschen exemplarisch darstellen:
Mein erster Patient in dieser Zeit war ein 53jähriger Professor für Wirtschaftswissenschaften
und Unternehmer, der Ende 1987 zu mir in Behandlung kam, nachdem er 1984 an einem
bösartigen Nierenzellkarzinom (Hypernephrom) ohne Anzeichen für Metastasierung operiert wurde und 2
1/2 Jahre symptomfrei blieb. Anfang 1987 wurden nach halbjährigen röntgenologischen
Kontrollen sieben Lungenmetastasen festgestellt, bioptisch als zum Primärtumor zugehörig gesichert und
als inoperabel, da sämtliche Lungenlappen betroffen waren, diagnostiziert. Im September des
gleichen Jahres wurden zwei weitere Hirnmetastasen festgestellt, rechtsseitig von 0 auf 4 cm
innerhalb von zwei Monaten, linksseitig von 0 auf 3 cm im gleichen Zeitraum anwachsend. Weder
die Lungen, noch die Hirnmetastasen reagierten auf hochdosierte Chemotherapie, eine
Bestrahlung der rapide wachsenden Hirnmetastasen kam aufgrund der Nachbarschaft zu motorischen
Zentren nicht in Betracht - überlegt wurde eine Kobaltimplantation in beiden Schläfenlappen, von der
der Patient nach Konsultation verschiedener Spezialisten, u.a. in den USA und der
Sowjetunion, Abstand nahm. Er kam zu mir Mitte November, mehr getragen als gestützt durch zwei
Angestellte seiner Firma, und wies eine innerhalb von zwei Wochen entwickelte Lähmung durch
den Druck der Hirnmetastasen auf motorische Areale der gesamten linken Körperhälfte auf.
Die Spezialisten hatten ihm eine maximale Uberlebenszeit von 36 Wochen vorausgesagt, alle
Medikationen mit Ausnahme von Morphinsulfat (MST) und Temgesic zur
Schmerzbekämpfung waren aufgrund eingetretener Wirkungslosigkeit zu diesem Zeitpunkt abgesetzt.
Der zweite Patient, den ich exemplarisch vorstellen will, war ein 58jähriger
Verwaltungsbeamter, dem Ende 1986 ein Gallenblasenkarzinom operativ entfernt wurde. Im Verlauf des Jahres
1987 entwickelten sich bei ihm 6 kontinuierlich an Größe zunehmende Lebermetastasen, zwei
weitere Wirbelsäulenmetastasen waren eine Woche vor unserem ersten Zusammentreffen Anfang
De
zember computertomographisch festgestellt worden, nachdem der Patient monatelang
unter immer stärker werdenden Schmerzen dort gelitten hatte. Insgesamt waren 5 Zyklen
von Chemotheraphie ohne Auswirkung auf das kontinuierliche Metastasenwachstum geblieben,
seit mehreren Monaten verfiel der Patient nach seinen Aussagen zunehmend und hatte nur mit
körperlicher Unterstützung seiner Frau zu mir kommen können. Sein behandelnder Arzt hatte
ihn darüber aufgeklärt, daß er Weihnachten 1987 mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr
erleben würde; unsere erste Begegnung fand Anfang Dezember statt, und ich war betroffen über
seine Gesamterscheinung, die die Aussage des Kollegen als realistische Prognose erscheinen ließ.
Diese beiden Patienten, exemplarisch für alle anderen von mir Behandelten, hatten sich nach
den durchgemachten Kämpfen und der Verzweiflung bei der erstmaligen Diagnosestellung,
der Hoffnung nach der Operation und der zunächst vorliegenden Metastasenfreiheit, der dann
folgenden furchtbar schnellen erneuten Ausbreitung des Krebsprozesses in ihr Schicksal ergeben
und waren ihren behandelnden Ärzten dankbar für die offene Aussprache gerade - was uns
scheinbar Gesunden vielleicht schwer nachvollziehbar ist - über die geringe Lebenszeitspanne, die
ihnen noch vorbehalten war.
Beide bekamen gegen ihre Schmerzen Temgesic und Morphinsulfat, die letzte und stärkste
Stute der Schmerzmittel, die man Krebskranken seit wenigen Jahren erst im sogenannten
Terminalstadium regelmäßig verschreiben darf.
Ihnen, wie auch allen anderen in einem ähnlich fortgeschrittenen Stadium mußte ich in
aller Klarheit sagen, daß der Prozeß zu weit fortgeschritten war um einen Stillstand oder sogar
mehr erreichen zu können, trotzdem wollten die beiden Genannten im letzten Stadium die
Behandlung mit Orgonenergie zumindestens mit der Hoffnung auf eine geringfügige
Schmerzreduktion dennoch versuchen.
Die Lebendblutdiagnostik nach Reich zeigte verheerende Bilder: bereits direkt nach dem
Aufbringen des Nativblutes auf den Objektträger waren über neunzig Prozent der
Erythrozytenmembranen im Desintegrationsprozeß befindlich, fast alle roten Blutkörperchen waren zu
Aggregationen verklumpt, im Präparat fanden sich überall TBazillen. Dieses Bild wiederholte sich
bei fast allen Patienten im Endstadium der Krebserkrankung.
Elf der Patienten und zumeist auch deren Angehörige waren von der ersten
Nativblutdiagnostik an bei jeder darauffolgenden während der Auswertung anwesend; ihnen wurden die
leicht vermittelbaren Hauptkriterien der Auswertung des mikroskopischen Teils der Reichschen
Blutdiagnostik erklärt, und sie konnten ihr Lebendblutbild auf einem nachkonstrastierenden
Kontrollmonitor während des gesamten Beurteilungszeitraums verfolgen.
Die meisten Betroffenen konnten während der folgenden Wochen und Monate so neben
den subjektiven Veränderungen im Befinden die vorhandene oder auch manchmal nicht
herstellbare Korrelation zum objektiven Bild der Blutdiagnostik beobachten und z.T. schon selbst auswerten
- sie waren ausnahmslos für diese Möglichkeit sehr dankbar und konnten damit auch die
Gewißheit haben, daß Ihnen keine Information vorenthalten wurde.
Der Verlauf der Behandlung
Bei den ersten zwei bis drei Sitzungen im ORAC verspüren die meisten Krebspatienten
unangenehme Körperempfindungen, oft ziehende Schmerzen an den Lokalisationen der
Metastasen trotz der Morphineinnahme; diese Schmerzen werden aber in ihren eigenen Worten als
"seltsam", "fremd", "irgendwie von anderer, nicht bedrohlicher Qualität" im Vergleich zu den
bekannten starken Schmerzen beschrieben. In mehreren Fällen wurden ein bis zwei weitere
Schmerzgebiete, immer sehr genau vom Patienten lokalisierbar, empfunden und beschrieben, die
sich später als zum Zeitpunkt der ersten ORACSitzungen noch nicht diagnostizierte
zusätzliche Metastasen herausstellten. Auch wenn dies an dieser Stelle sehr unwissenschaftlich klingen
mag, will ich nicht darüber hinweggehen zu erwähnen, daß mehrere Patienten mir zögernd -
oftmals mit der Einleitung "ich weiß, daß es sich verrückt anhört..." beginnend - berichteten, sie
hätten eine detaillierte visuelle Wahrnehmung des Tumors und/oder der Metastasen während
des
ORACAufenthaltes gehabt.
Ebenfalls möglich, allerdings nur in wenigen Fällen, ist die schon während der ersten
zwei Sitzungen empfundene Schmerzreduktion im ORAC. Dreizehn Patienten beschrieben die
veränderte, während der ersten Sitzungen oft intensivierte Schmerzempfindung im ORAC als
"irgendwie wohltuend", sie hatten dabei die Empfindung, daß "sich etwas im Körper und in den
betroffenen Zonen bewegt".
Die erste Reaktion des Organismus auf den ORAC verschwindet nach 36 einstündigen
Sitzungen, nur bei mehrtägigen Unterbrechungen der in der Regel täglich durchzuführenden
Bestrahlungen tritt die initiale Reaktion dann bei der nachfolgenden ersten Sitzung wieder auf.
Nach einer Woche, manchmal bereits bei der zweiten oder dritten Sitzung, treten mehr und
mehr Reaktionen des Gesamtorganismus in den Vordergrund: Wärme bis Hitzeempfindungen,
Erweiterung der Hautgefäße, ohne Stethoskop deutlich hörbare Zunahme der Darmgeräusche,
feine Kribbelempfindungen bevorzugt in den Extremitäten, aber auch im Schulter/Halsbereich,
durchweg Wahrnehmungen, die von allen Patienten nach kurzer anfänglicher Verwunderung als
sehr angenehm empfunden beschrieben werden. Die Dauerschmerzen nehmen von nun an an
Intensität ab. Dies ist der Zeitpunkt, wo die Patienten zweimal täglich, jeweils mittags und am
frühen Abend für je eine Stunde, den ORAC benutzen sollten. Nach drei Wochen derart
hochdosierter Akkumulatortherapie waren bei neun Patienten die vorher furchtbaren Schmerzen so stark
reduziert, daß sie zum Erstaunen der zuständigen Hausärzte keine weitere tägliche
Schmerzmedikation wünschten. Bei fünf weiteren Patienten waren die Schmerzen vor der
Behandlung selbst unter der starken Dauermedikation immer im Hintergrund vorhanden gewesen,
die Schmerzzustände bekamen allerdings unter dem Einfluß des ORAC eine Rhythmik:
vollkommen schmerzfreie Perioden wechselten sich im Verlauf mit den alten Schmerzempfindungen ab,
auch diese Patienten reduzierten vorsichtig auf eigenen Wunsch die Dauermedikation.
Nur bei drei Patienten war keine deutliche Reduktion der Schmerzempfindungen erreichbar.
- Ein 72jähriger Patient mit einem primären Leberzellkarzinom mit Metastasierung in die
Lunge konnte wegen der bei ihm auftretenden ausgeprägten Hitzeschauer den Akkumulator nur
30 Minuten am Tag benutzen.
- Eine 47jährige Frau mit einem hochgradig entdifferenzierten Brustkarzinom spürte
lediglich eine geringe Schmerzreduktion während des Aufenthalts im Akkumulator, die aber nach
Abbrechen der Bestrahlung verschwand.
- Ein 61 jähriger Patient mit Blasenkarzinom begab sich nach sechs
Akkumulatorbehandlungen, die eine leichte Schmerzreduktion, aber gleichzeitig starke Beengtheitsgefühle im Gerät
auslösten (das "Eingesperrtsein" im Akkumulator löste bei ihm Ängste im Zusammenhang mit
seiner Kriegsgefangenschaft aus, wie er mitteilte), in eine andere Behandlung. Von ihm erhielt ich
keine weiteren Rückmeldungen.
Von insgesamt sechs Patienten wurde berichtet, daß sie bei auftretenden Schmerzzuständen
mit Acetylsalicylsäure auskamen. Die von ihnen selbst ausgesprochene Vermutung, daß ORAC
und ASS sich in bezug auf schmerzstillende Wirkung gegenseitig verstärkten, wurde später
von vielen Patienten bestätigt.
Besonders eindrucksvoll wurden die Veränderungen in der Lebensqualität von den
Begleitpersonen, wie den Ehefrauen, Kindern oder Freunden, im Beisein der Patienten geschildert:
normaler Appetit, gemeinsame Spaziergänge, Wiederaufnahme von alten Hobbys, alleiniges
Autofahren waren nach drei bis vier Wochen wieder möglich geworden. Die Gesamterscheinung der
Kranken hatte sich geändert; viele berichteten von einem Vitalitätsgefühl, das sie zuletzt Jahre vor
der Ersterkrankung empfunden hatten.
Veränderungen in der Blutdiagnostik
Die mikroskopische Beurteilung des Zerfalls der Erythrozyten zeigte im schroffen Gegensatz
zu den von den Menschen erlebten Veränderungen während der ersten drei Behandlungswochen
ein kaum verändertes Bild; lediglich die Aggregation - die Verklumpungstendenz - der roten
Blut
zellen nahm deutlich ab.
Dies konnte trotz der immer noch verheerenden Bilder des Zellzerfalls als Hinweis auf
die grundlegende Veränderung der elektrostatischen Felder im menschlichen Blut interpretiert
werden (s. hierzu Lassek, "Medizinische Aspekte der Orgonenergie", in: Emotion 3, Nexus
Verlag, Frankfurt 1982).
Im zweiten Behandlungsmonat begann sich dann das Blutbild kontinuierlich zu verbessern:
die Membrankohäsion - die Prallheit der Zellmembran - und damit der Widerstand gegen
den Desintegrationsprozeß in Bione und TBazillen nahm drastisch zu. Waren am Anfang der
Behandlung nur etwa 10 % der Erythrozyten direkt nach der Entnahme in ihrer
ursprünglichen Form vorhanden, waren es jetzt mehr als 50 %. Auch die Zerfallsart und die
Zerfallsgeschwindigkeit veränderten sich in Richtung einer gesteigerten Widerstandskraft, in der
Terminologie Reichs in einer Steigerung des bionenergetischen Gesamtzustandes des Organismus
(s. hierzu Reich, "Der Krebs", Fischer Verlag, Frankfurt 1975 und Lassek & Gierlinger,
"Blutdiagnostik und Bionforschung", in: Emotion 6, Nexus Verlag, Frankfurt 1987).
In mehreren Fällen, zu denen auch die beiden zuerst geschilderten Patienten gehörten,
wurden bei gleichbleibender Größe der Metastasen in diesen zentrale Nekrosen, Verminderung
der Dichte der Geschwülste und in drei Fällen Verkleinerung röntgenologisch diagnostiziert. Wie
in Reichs Werk "Der Krebs" beschrieben, kam es zu Ödembildungen um die Tumoren;
Reich interpretierte dies als entzündliche Umwandlung des tumorölen Gewebes, er erhärtete
diese Hypothese durch zahlreiche Experimente mit Versuchstieren, deren Metastasen bioptisch
untersucht wurden.
Der Prozeß der Ödembildung gerade um Tochtergeschwülste, die zentrale Nekrosen
entwickelten, führte allerdings bei dem Patienten mit den rechts und linksparietal gelegenen
Hirnmetastasen zum Wiederauftreten eben jener Lähmung, die bereits nach
einwöchiger ORACTherapie völlig verschwunden war.
Der zu diesem Zeitpunkt körperlich vital erscheinende Patient, der - anstatt im Dezember
unter Schmerzen verstorben zu sein - in den Monaten Februar bis Mai zahlreiche
Geschäftsreisen, ausgerüstet mit einer Orgondecke, in die USA und nach Südafrika unternommen hatte
(gegen meinen Rat, da die Wirkung der Orgondecken verschwindend gering gegenüber
der ORACWirkung ist), kam nun mit einer völlig anderen Problematik.
Trotz all dieser geschäftlichen Aktivitäten und ohne jedwede Einnahme weiterer
Medikamente waren alle vor Einsetzen der Orgontherapie rapide wachsenden Lungenmetastasen
größenkonstant geblieben, die linksseitige Hirnmetastase war um 2 cm geschrumpft, die
rechtsseitige Metastase wies eine unveränderte Größe mit zentraler Nekrose, aber eine geringe
Ödembildung in ihrer Umgebung auf. Der Druck des Ödems verursachte zu diesem Zeitpunkt eine
Lähmung der linken Körperhälfte. Diesmal war die Lähmung mit hoher Wahrscheinlichkeit durch
die Orgontherapie ausgelöst und wurde durch die zunehmende Odembildung weiter verstärkt.
Andererseits war die Bestrahlung im Hinblick auf den Krebsprozeß auch nicht zu unterbrechen,
wir entschlossen uns also gemeinsam, einen Versuch mit dem
lokalen Abzug von
Energie in dem betroffenen Areal zu wagen. Wie bei unserem ersten Zusammentreffen mußte
er von seinem Chauffeur und einem Pfleger in die Praxis gebracht werden. Ausgehend von
den Untersuchungen Reichs, zu denen es aber im Fall des medical DORBuster nur wenige
Fallgeschichten in seinem Nachlaß gibt, setzten wir ein Absaugrohr der Apparatur im Abstand von
2 cm über die Region, wo in der Tiefe die die Lähmung verursachende Metastase lokalisiert
war. Vor der Inbetriebnahme des Busters legte ich dem Patienten eine Elektrode
des ORGONOMETERS der Fa. Marah SA in die gelähmte Hand und bat ihn, diese mit der
gesunden rechten Hand auf der linken Handinnenfläche während der gesamten Operation
aufzudrücken. Das Gerät zeigte einen Ausgangswert von + 114 an; sofort nach der Inbetriebnahme
des DORbusters fiel dieser auf ständig schwankende Werte zwischen + 65 und + 72, und der
Patient berichtete von starken Drehschwindelempfindungen, die in diesem Moment eingesetzt
hatten,
ein Phänomen, das bei Operationen im Kopfbereich mit dem medical DORBuster von
der Mehrzahl der Behandelten empfunden und mitgeteilt wird. Im Verlauf der folgenden 40
Minuten, während derer der Absaugvorgang in minimaler Dosierung kontinuierlich durchgeführt
wurde, stiegen die vom Meßgerät angezeigten Werte bis auf + 190, mit bleibenden Oszillationen um +
/ - 10. Als erstmalig nach einer ganzen Stunde + 210 erreicht wurde, forderte ich den
Patienten auf, seine linke Hand zu bewegen. Mit einem Ausdruck der ungläubigen Verwunderung, den
ich nie vergessen werde, hob er den ganzen linken Arm und richtete sich aus eigener Kraft von
der Behandlungsliege auf. Zum zweiten Male war es mit der Orgonbehandlung gelungen, die
Lähmung der gesamten linken Körperhälfte bei ihm rückgängig zu machen. Wie beim ersten Mal
vor mehr als 4 Monaten, war sein ganz persönlicher Test, ob er mit seiner Feinmotorik die
Fernbedienung meines Monitors bedienen konnte; auch dies schaffte er mühelos. Er war mehr
getragen als gestützt von 2 Personen zur Behandlung gekommen und bestand nun darauf, die
geschwungene Treppe zum Laborraum aus eigener Kraft heraufgehen zu können. Die Wirkung des
medical DORbusters hielt allerdings nur für 11 Stunden an, und wir mußten die Behandlung
insgesamt viermal wiederholen, bis der Zustand stabil blieb.
Der weitere Verlauf
In den folgenden Monaten (und dies insbesondere bei den Menschen, denen zu Beginn
der ORACBehandlung Uberlebenszeiten von 4 bis 8 Wochen vorausgesagt worden waren, und
dies unter - trotz stärkster Medikation -
furchtbaren Schmerzen) lief die subjektive Schmerz
und Symptomfreiheit parallel zu dramatisch veränderten Bildern in der Nativblutdiagnostik;
das Blutbild näherte sich sogar im Gegensatz zu Reichs Veröffentlichungen bei zwei Personen
dem Befund eines völlig gesunden Menschen an.
In bezug auf die menschliche Begegnung war dies die schwerste Zeit für die Patienten,
deren Angehörige und auch für mich.
Sie alle waren ohne Hoffnung auf eine Umkehrbarkeit oder auch nur einen Stillstand ihrer
Erkrankung zu mir gekommen und befanden sich jetzt in einem Lebensgefühl, als hätte ein
tödlicher Krebsprozeß sich bei ihnen nie entwickelt. Einige trieben wieder Sport, unternahmen
ausgedehnte Wanderungen, machten kurze Reisen, und mir fiel die Rolle zu, gegenüber ihnen
die Endlichkeit des somatisch zu weit fortgeschrittenen Metastasierungsprozesses in Gesprächen
vor Augen zu halten. Ich bemerkte bei einigen zum ersten Male in der Zeit unserer
Zusammenarbeit Tendenzen zum Ausweichen vor der Erkenntnis, daß ihre Krebserkrankung schon lange vor
dem Beginn der OrgonakkumulatorBehandlung zu weit fortgeschritten war, um noch
rückgängig gemacht oder für lange Zeit zum Stillstand gebracht werden zu können. Mich quälten in
dieser Zeit Fragen und Zweifel, wie ich sie in dem Eingebettetsein in der Rolle des Arztes im
weißen Kittel im Krankenhaus nicht in derartiger Stärke empfunden hätte: War es richtig, daß ich
trotz der dramatischen Besserung ihres Zustandes in subjektiven wie in objektiven
diagnostischen Kriterien sie auf ihren irgendwann erfolgenden Tod durch Erkrankung kontinuierlich
hinweisen mußte? Die immer wieder gestellte Frage: "Meinen Sie nicht, daß in dem Zustand, in dem
ich mich jetzt befinde, eine Heilung nicht doch zumindestens möglich wäre?", mußte ich
immer wieder verneinen.
Meine stärksten Bedenken richteten sich auf eine Fragestellung, die unlösbar erschien: Was
sollte mit den sich evtl. auflösenden Tumormassen geschehen, d.h., wie konnten diese denn aus
dem Körper abtransportiert werden?
In den vierziger und fünfziger Jahren, als Wilhelm Reich seine tierexperimentellen
Untersuchungen zur Beeinflussung des Krebses mit Orgonstrahlung unternahm, starben fast alle
Versuchstiere nach entzündlicher Erweichung der Tumoren an der Blockade des Nierentransportsystems -
die ungeheuren Zellmassen der sich auflösenden Geschwulste und nicht die Ausbreitung
des Krankheitsprozesses führte zum Tod durch Nierenversagen, später scheiterten auch einige
seiner erfolgreichsten Behandlungen bei Menschen an diesem Problem. Auch dieses Geschehen,
das ihrem bisher so unerwartet positiv verlaufenden Prozeß möglicherweise ein Ende setzen
würde,
besprach ich mit den Patienten ausführlich.
Die Endphase der Behandlung
Nach Über sechs Monaten weitgehender Schmerzfreiheit und körperlichem Wohlbefinden
begann ein Prozeß, der sich im weiteren Verlauf mit zwei Ausnahmen bei allen von mir
betreuten Menschen wiederholte. Zuerst begann sich das Bild in der Nativblutdiagnostik innerhalb
von Tagen eindrucksvoll zu verschlechtern.
- Neben Erythrozyten mit wohlgeformter Membranhülle und dem normalen
Zerfallsprozeß traten wieder einzelne auf, die innerhalb von 20 Minuten vollständig in die von Reich
als TBazillen benannten Körperchen zerfielen. Ihre Anzahl war gering, ungefähr 15 % der
Erythrozyten unterlagen diesem Prozeß - bedrohlich dagegen waren korrelierte Befunde.
- Direkt nach der Entnahme und dem Einsetzen der Beobachtung waren zwischen den roten
und weißen Blutkörperchen mehr und mehr irreguläre Zellfragmente zu erkennen, die mit
hoher Wahrscheinlichkeit den Abbauvorgängen um die Tumoren und Metastasen zuzuschreiben waren.
Wie befürchtet setzte mit dem Zerfallsprozeß eine Selbstvergiftung des Körpers mit
Tumorgewebe ein. Ich telefonierte mit Internisten, um die Möglichkeiten einer extrakorporalen
Dialyse abzuklären. Nach zahlreichen Gesprächen und Demonstration von Videobändern Über die
Beschaffenheit der Zellfragmente wurde diese Möglichkeit ausgeschlossen, da die Fragmente
in Größenordnungen von kleiner als ein Mikrometer bis zu 12 Mikrometern gleichmäßig
verteilt waren. Auch Personen, die angaben, sie hätten schon früher mit
Orgonenergie Krebskranke behandelt, konnten keinen Ausweg aufzeigen; besonders betroffen war ich, daß gerade
diese Personen das Problem gar nicht kannten und auf mein hilfesuchendes Nachfragen oft
ärgerlich reagierten.
Nach dem Einsetzen der Verschlechterungen im Lebensblutbild ging es den Patienten
weiterhin subjektiv sehr gut, subjektiver und objektiver Befund bewegten sich aber von nun an
kontinuierlich auseinander. Das zweite alarmierende Symptom war, daß in der gleichen Zeit einige
Angehörige der Patienten berichteten, daß jeweils
nach dem Aufenthalt im
Orgonenergieakkumulator eine graue Verfärbung im Gesichtsbereich bei den Patienten auftrat, die im schroffen
Gegensatz zu der sonst vitalen Ausstrahlung nach der ORACBenutzung stand. Diese Verfärbung
hielt unterschiedlich lange an, verschwand im Laufe des Tages und wurde auch von den
Patienten wahrgenommen, ging aber mit keinerlei körperlichen Symptomen wie
Kreislaufbeschwerden oder Schwächegefühlen einher.
Ich empfahl den meisten Patienten eine Reduktion der ORACAufenthalte auf einmal
täglich eine Stunde, da der Zellzerfall der Tumoren weiter fortschritt und die Blutbilder immer
bedrohlicher wurden.
Aufgrund der Blutbilder, die ich nach wie vor direkt während der Untersuchung mit den
Patienten besprach, und bedingt durch ihr erworbenes Beurteilungsvermögen der Bilder auf dem
Kontrollmonitor waren sie sich über die Bedeutung des Geschehens vollständig im klaren; bei
keinem habe ich Verzweiflung oder ein emotionales Aufbegehren gegen das nahende Ende
ihres Lebens wahrnehmen können, allerdings bei einigen der Angehörigen der Patienten. Ich war
tief betroffen über die Dankbarkeit, die sie in bezug auf die Qualität ihrer letzten Lebensphase
ausdrückten - einige setzten sich noch kleine Ziele: ihren Kellerraum zu streichen oder noch
einen bestimmten, für sie bedeutenden geschäftlichen oder persönlichen Prozeß abzuschließen.
Auch habe ich - vielleicht mit zwei Ausnahmen, ich bin mir aber nicht sicher - keine tiefe
Resignation bei ihnen empfunden, eher etwas, was ich ein "Gleiten" nennen würde. Zwei meiner
Patienten starben in ihrem Urlaub an Herzversagen, plötzlich und ohne Schmerzen, wie mir die
Ehefrauen berichteten. Einer flog noch geschäftlich nach SaudiArabien, wickelte dort Geschäfte ab,
brach nach seiner Rückkehr auf der Fahrt vom Flughafen zusammen und verstarb ohne
Schmerzen ebenfalls an HerzKreislaufVersagen in einem Krankenhaus; während der letzten Tage leitete
er noch seine Geschäfte vom Krankenbett aus. wir verabschiedeten uns wenige Stunden vor
seinem Tod. In offener Aussprache mit den sie vorher behandelnden Ärzten hatte über die Hälfte
meiner
Patienten Zugang zu Medikamenten, die bei Überdosierung den Tod einleiten - dies war
ihnen unendlich wichtig für den Zeitpunkt gewesen, wenn die Schmerzen selbst unter MST
unerträglich geworden wären. Einige Patienten machten von dieser Möglichkeit Gebrauch, als sie
die bekannten furchtbaren Schmerzen wieder spürten.
Nur zwei Patienten nahmen noch einmal MST und Temgesic und verstarben nach wenigen
Tagen im Krankenhaus, alle hier nicht mehr aufgeführten Patienten starben zuhause ohne oder mit
nur geringen Schmerzen. Mit einer Ausnahme hielten alle Kontakt bis wenige Tage vor ihrem Tod.
Zum Problem der Autointoxikation (Selbstvergiftung des Körpers)
Monate, nachdem der letzte der sog. "terminalen" Patienten verstorben war, besuchte mich
eine frühere Mitarbeiterin von Prof. v. Brehmer, dem früheren Leiter der Berliner
Biologischen Reichsbundesanstalt. V. Brehmer, der ebenfalls wie Reich vor den Nationalsozialisten
fliehen mußte, forschte an der infektiösen Ätiologie der Krebskrankheit und war einer der
kompetentesten Untersucher von Lebendblutbildern. Sie selbst war später eine enge Mitarbeiterin des
berühmten Internisten und Krebsarztes Dr. Josef Issels geworden, und in diesem
Zusammenhang war sie auch mit den Grundzügen der Diagnostik Reichs vertraut. Als ich mit ihr über die
Möglichkeiten und Grenzen der Akkumulator-Therapie bei derartig schwerkranken Menschen
sprach, wies sie auf Parallelen zu ihren Erfahrungen in der legendären RingbergKlinik von Dr.
Issels hin:
Immer wenn Patienten von der oft lebenswichtigen Strahlentherapie zu Dr. Issels kamen, fand
sie ähnliche Zellabbauprodukte, wie ich sie ihr beschrieben
hatte, in deren Lebendblutbild, verbunden mit den subjektiven Beschwerden des damals furchtbaren "Strahlenkaters" und der
Grauverfärbung der Haut.
Dr. Issels führte den zu dieser Zeit oft die Therapie limitierenden "Strahlenkater" nicht auf
eine direkte Schädigung des Organismus durch die Röntgenstrahlung zurück, sondern
interpretierte die Beschwerden als Ausdruck der Autointoxikation des Körpers
durch Tumorzellabbauprodukte. Ausgehend von dieser Arbeitshypothese leitete er
seine medizinischwissenschaftlichen Mitarbeiter zu folgenden Untersuchungen an: bei jedem
Patienten, bei dem neben der biologischen Therapie hochdosierte kontinuierliche
Röntgenbestrahlung lebenswichtig war, wurden mehrfach täglich in der Klinik Lebendblutbilder untersucht.
Zeigten sich zahlreiche Zellfragmente im Blut des Erkrankten, wurde die Bestrahlung sofort vermindert
- nahm die Anzahl der irregulären Abbauprodukte im Nativpräparat wieder ab, wurde die
Bestrahlung unmittelbar fortgesetzt.
Nach Aussagen seiner Mitarbeiterin war dies einer der Schlüssel zu den großen Erfolgen
Dr. Issels in der Lebensverlängerung und in seltenen Fällen auch Heilung schwerstkranker
Menschen - es gab nach der Einleitung dieser Untersuchungsmethode ihren Aussagen zufolge keinen
einzigen Fall von Strahlenkater mehr.
Ich bin dieser Frau, Ursula Phillips, für diese und zahlreiche andere Informationen zu
tiefstem Dank verpflichtet.
Wenn wirjemals ein Ambulatorium mit einigen stationären Betten zur
Betreuung Schwerstkranker errichten können - und wir Fachkräfte zur ständigen Beobachtung und
Auswertung des Blutbildes der Krebskranken zur Verfügung hätten - , könnte eine ständig
überwachte hohe Dosierung der OrgonakkumulatorBehandlung einen großen Schritt über die oben
geschilderten, möglicherweise nur personell bedingten Grenzen hinaus bedeuten.
Herausstellen möchte ich an dieser Stelle nochmals, daß alle die berichteten - einem
Außenstehenden sicher unglaublich erscheinenden -
Veränderungen in der verlängerten
Lebensspanne schwerstkranker Menschen allein durch den technischen Einsatz
des OrgonenergieAkkumulators erreicht wurden.
Ein Bericht über die bisher vorliegenden positiven Erfahrungen mit Vegetotherapie in
Kombination mit dem Einsatz des Orgonenergieakkumulators wird Ende 1990 veröffentlicht.
Nachwort
Die in dem vorhergehenden Artikel geschilderten Ergebnisse wurden in einer Altersgruppe
von 51 78jährigen Patienten gewonnen. Ich betone diesen Sachverhalt, weil mir mehrere
Fallgeschichten bekannt sind, in denen verschiedene Krebsarten bei jungen Menschen nur eine
sehr kurze, vorübergehende subjektive Besserung des Befindens unter dem Einsatz des
Orgonakkumulators zeigten, der Verlauf der Erkrankung aber überhaupt nicht beeinflußt wurde. Bei
mehreren jüngeren Patienten (jünger als 35 Jahre) mit akuter myeloischer Leukämie, aber auch
mit rasch metastasierenden Krebsprozessen - verbunden z.T. mit unbekannter Lokalisation
der Ursprungsgeschwulst - kann ich mich dem furchtbaren Eindruck nicht verschließen, daß
die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Krebsprozesses unter der AkkumulatorBehandlung
gesteigert wurde. Diese Patienten hatten ausnahmslos nach Diagnosestellung aus Gründen ihrer
persönlichen Einstellung auf jede übliche medizinische Therapie verzichtet und ihre ganze Hoffnung
- ohne Absprache mit einem in der ORACBehandlung erfahrenen Arzt - auf die Behandlung
mit sogenannten alternativen Heilverfahren gegründet. Ich überschaue heute (1990) 14 Fälle,
in denen mich Menschen telefonisch zum ersten Mal kontaktierten, nachdem sie ohne jede
Beratung sich in Eigeninitiative einen ORAC gekauft oder angefertigt hatten, um damit ihre
Krebserkrankung in völligem Verkennen der von Reich beschriebenen Zusammenhänge zu "heilen".
In den meisten Gesprächen wurde mir eine zeitweilige starke Verbesserung des subjektiven
Befindens nach Einsetzen der ORACBestrahlungen geschildert. In dem daraus entstehenden
Optimismus ließen sie dann doch röntgenologische oder labordiagnostische Untersuchungen
durchführen, die oft eine drastische Verschlechterung des objektiven Befundes zeigten; dies war dann
der Anlaß, mich zu kontaktieren. Für viele dieser Menschen war es zu diesem Zeitpunkt schon
zu spät, um mit konventioneller Therapie eine weitgehende oder sogar vollständige Remission
ihrer Erkrankung zu erreichen, eine Möglichkeit, die bei einigen aufgrund der Tumorart,
Lokalisation und Ausbreitung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung wahrscheinlich gewesen wäre. Ich
möchte aus diesem Grunde an dieser Stelle eindringlich davor warnen, Iymphatische oder
myeloische Leukämie, sowie bei jungen Patienten alle hochgradig entdifferenzierten Krebsformen -
entscheidend ist der histologische Befund - mit dem Akkumulator zu behandeln.
Ausdrücklich möchte ich betonen, daß bei den von mir betreuten, nicht in vorstehenden
Artikel erwähnten Krebspatienten, denen ich zur Operation des Primärtumors und/oder zur
Durchführung einer Bestrahlungstherapie in Kombination oder je nach Befund ohne Kombination
mit Chemotherapie oft gegen ihren starken Widerstand dringend geraten und den
hochdosierten, täglichen Einsatz des ORAC in der Zeit danach empfohlen habe, nicht ein einziges Rezidiv
der Krebserkrankung (Beobachtungszeitraum dreieinhalb Jahre) oder eine Verschlechterung
von Laborwerten aufgetreten ist. Unmittelbar nach der Operation wurde in diesen Fällen mit
der ORACTherapie begonnen, bei Einsatz von Chemotherapie können viele belastende
Nebenwirkungen wie Übelkeit, Antriebslosigkeit und depressive Verstimmungen durch
Vegetotherapie und ORAC deutlich gemildert werden. Streng kontraindiziert dagegen ist der Einsatz des
ORAC während der Bestrahlungszyklen, nach der letzten Bestrahlung kann im Abstand von drei
Tagen dann mit der ORACTherapie begonnen werden. Ich habe in den vergangenen Jahren
dagegen Dutzende von jungen und älteren Menschen sterben sehen, die sich in Beratungsgesprächen
im Wilhelm Reich Institut gegen den zeitweiligen Einsatz schulmedizinisch üblicher, in den
meisten Fällen für den Organismus sehr belastender Verfahren aus
ideologischen Gründen völlig
sperrten und meine Position als "nicht reichianisch" bezeichneten, da ich ihnen z.B.
Chemotherapie dringend anriet.
Aus diesem Grunde rate ich jedem an Krebs erkrankten Menschen:
1. Lassen Sie sich durch die Diagnose "Krebs" nicht jeder Hoffnung berauben, sondern tun
sie alles diagnostisch mögliche, um eine vollständige Erfassung Ihrer Erkrankung
(Lokalisation, Ausbreitung und Histologie) zu `bekommen.
2. Finden Sie einen Arzt, der verantwortungsvoll Auskunft über die Chancen einer
schulmedizi
nischen Therapie Ihrer Krankheit geben kann, oder bitten Sie Ihren behandelnden Arzt,
Kontakt mit einem der großen Krebsbehandlungszentren aufzunehmen, um sich über den letzten
Stand der Behandlungsart und der damit erzielten Behandlungsergebnisse zu informieren.
3. Nehmen Sie in Verbindung mit den Informationen, die Sie nach Punkt 2 bekommen
haben, Kontakt mit dem für Sie nächstliegenden Beratungszentrum für ganzheitliche Krebstherapie
auf und vereinbaren Sie dort einen Beratungstermin. Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt
über die Informationen, die Sie aus diesem Kontakt für wichtig erachten, und sprechen Sie Ihre
daraus gezogenen Entscheidungen für eine evtl. zusätzlich Therapie mit ihm ab. Viele Ärzte sind
- entgegen der weitverbreiteten Meinung - aufgeschlossen gegenüber manchen, sicherlich
nicht allen, unkonventionellen Behandlungsmethoden; gehört Ihrer nicht dazu, lassen Sie sich
von Freunden, Arbeitskollegen usw. einen anderen Arzt empfehlen.
4. Kombinieren Sie nicht mehrere naturheilkundliehe oder alternative
Behandlungsmethoden miteinander, sondern entscheiden Sie sich für maximal zwei Methoden, die nicht
miteinander interferieren, aber einen gemeinsamen
Ansatzpunkt haben, z.B. die Unterstützung körpereigener Abwehrsysteme. Lassen Sie
sich detailliert erklären, auf welche Weise diese Verfahren biologische Vorgänge im
Organismus beeinflussen sollen. (Es gibt leider eine immense Grauzone im Bereich alternativer
Krebstherapien, die dem Erkrankten hohe Kosten für die Behandlung auferlegen, ohne
irgendein fundiertes Konzept der Einwirkung auf die Erkrankung bieten zu können.)
5. Vertrauen Sie nicht auf anfängliche Besserungen des subjektiven Empfindens, die bei
vielen "alternativen" Therapieformen auftreten können, sondern lassen Sie
regelmäßige schulmedizinische Kontrollen, insbesondere auf Veränderungen in Ihrem Immunsystem,
durchführen. - Wechseln Sie die von Ihnen gewählte zusätzliche Therapieform, wenn nach spätestens
2 Monaten keine objektive Verbesserung Ihres Zustandes eingetreten ist.
6. Es gibt viele Möglichkeiten zur Anregung und Unterstützung der körpereigenen Abwehr,
die ich hier nur deshalb nicht anführe, weil ich bisher keine eigenen praktischen Erfahrungen
mit diesen gemacht habe.
Ausgehend von meinen persönlichen Erfahrungen kann ich prä und postoperativ
eine Orgonakkumulatorbehandlung bei Vorliegen keiner Kontraindikationen empfehlen; die
Kombination von Benutzung des ORAC und hochdosierter intravenöser Misteltherapie hat sich
bei vielen meiner Patienten als miteinander gut kombinierbar erwiesen; ich selbst führe
allerdings keine zusätzliche naturheilkundliche Therapieform durch. Zu Beginn und während des
ersten Behandlungsmonats sollte mehrmaliger persönlicher, später telefonischer Kontakt über die
unter der Therapie auftretenden Vorgänge im Organismus mit einem in der ORACBehandlung
vertrauten Arzt gehalten werden. Eine kontinuierliche Nativblutdiagnostik (Beobachtung
des Lebendblutbildes) ist bei Vorhandensein multipler Metastasierung aus den im Artikel
genannten Gründen unverzichtbar, in allen anderen Fällen reicht medizinische Überwachung und
regelmäßige Röntgen und labordiagnostische Kontrolle des Verlaufs jedoch aus.
Wenn Sie sich für die Möglichkeit entscheiden, einen Orgonakkumulator benutzen zu
wollen, können Sie mit dem Wilhelm Reich Institut telefonisch Kontakt unter 030/8914914
aufnehmen. Sie werden hier unentgeltlich über einen geeigneten Standort für die Apparatur und über
Möglichkeiten, diese mit etwas handwerklichem Geschick selbst anzufertigen, informiert (Die
Materialkosten betragen etwa DM 700,, detaillierte Anleitungen zum Selbstaufbau sind in
deutscher und englischer Sprache seit 1989 im Buchhandel erhältlich).
Wilhelm Reich betrieb das amerikanische Institut "ORGONON" und seine
Forschungsgesellschaft als "nonprofit"Organisationen, d.h., er zielte auf keinen finanziellen Gewinn
aus seinen jahrzehntelangen Forschungen. In dieser Tradition arbeiten das von Dr. Eva Reich -
seiner Tocher, Mitarbeiterin und Erbin - autorisierte Wilhelm Reich Institut und die Wilhelm
Reich Gesellschaft e.V. in WestBerlin: das Wissen um die Möglichkeiten und die Grenzen, mit
den Entdeckungen dieses Arztes und Grundlagenforschers auf den eigenen Organismus bei
Erkran
kung einzuwirken, soll nicht mehr unterdrückt, sondern weiter erforscht und jedem
interessierten Menschen ohne finanzielle Kosten zugänglich gemacht werden.
Anschrift des Verfassers:
Heiko Lassek, Arzt
Wilhelm Reich Institut
Delbrück Straße 4
1000 Berlin 33
Tel. 030/ 891 49 14
Anmerkungen:
1. Viktor v. Weizsäcker. Soziale Erkrankung. soziale Gesundung. Göttingen 1955
2. Thure v. Uexküll, Theorie der Humanmedizin, München 1988
3. Wilhelm Reich, "Die Entdeckung des Orgons, Band 11, Der Krebs", S. 167 f., Fischer
TB Verlag.
Frankfurt 1976
4. Wilhelm Reich, a.a.O., S. 299
5. Wilhelm Reich, a.a.O.. S. 296
6. Gerald Pohler. "Krebs und seelischer Konflikt". S. 109, Nexus Verlag, 1989
7. Wilhelm Reich, "Charakteranalyse", S. 386. Kiepenheuer & Witsch. 1976
© Heiko Lassek
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