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Die Behandlung durch Beeinflussung des menschlichen Plasmasystems zur Ermöglichung
autonomer, selbstregulativer Pulsationswellen läßt sich in vier Schritte aufgliedern :
1. Mobilisierung der Pulsation zwischen biologischem Kern und Peripherie durch Spannungs
- Ladungsreaktionen unter Verwendung von Spannungspositionen und vertiefter Atmung; charge
- und discharge Arbeit. Methoden, die auch von der Bioenergetik, der
Radix-Gefühlserziehung und der taoistischen Medizin beschrieben werden, finden hier ihre Anwendung.
2. Kanalisierung des Energieflusses durch die Segmente entlang der großen Bahnen des
fötalen Kreislaufs (synonym: Kleiner Energiekreislauf, Mikrokosmos): dorsal und ventral zunächst
in cranialer Richtung. Verbindung der Bahnen zum Energiefluß im lebenden Orgonom (s.
Reich, "Cosmic Superimposition"): ventral absteigend, dorsal aufsteigend.
Verwendung der plantaren und palmaren Hauptpunkte zur Freilegung der
Extremitätenbahnen, der lumbalen, thorakalen und sternalen Druckpunkte zur Bahnung des Diener-
und Lenkergefässes; Pulsations - und Schwingungsarbeit.
Methoden, die von Richard Wilhelm, Carl Gustav Jung, John Blofeld, Mantak Chia
ausführlich in westlicher Terminologie dargestellt wurden, können hier zur theoretischen Annäherung
dienen.
3. Sensomotorische Bahnung durch butterfly - Berührungen in den Kopfbereich über Nasen-
und Stirnzonen ohne Verwendung vertiefter Atmung; Ladungsverteilungsarbeit an der
Peripherie. Beobachtungen und Erfahrungen mit den Methoden Franz Anton Mesmers sowie Erlebnisse
in der Tiefenstufe der osteocraniosacralen Therapie nach Martin Allen (Gaumen und
Rahendruckpunkte) und John Upledger können am besten einen hinweisenden
Erfahrungshintergrund ermöglichen.
4. ASW - Induktionsarbeit : Arbeit mit feinsten Berührungen und intentionalen Feldern
am Wundernetz der energetischen Bahnen innerhalb und ausserhalb des menschlichen
Körpers; Kesdschan - Körpererfahrungsarbeit. Erfahrungren der
movements nach Gurdjieff vermögen bleibende Eindrücke nach langer, präziser Übung und kontinuierlicher Praxis ermöglichen.
Der vierte Schritt ist nur nach Herstellung der Vielfalt fein schwingender autonomer Bewegungsimpulse im Organismus
sinngebend, da das
organismisch-plasmatische System auf einem sehr dichten und niederfrequenten Schwingungsniveau verbleiben
muß, um sicher metanormale Erfahrungen (s.u.) erleben und
integrieren zu können.
In diesen vier Schritten verändern sich Filter der Wahrnehmung, des Ausdrucks und der
möglichen Resonanz mit anderen Seins- und Erfahrungsebenen.
"Das Phänomen, daß Lebenserscheinungen sich durch Senken oder Erhöhen der
Reizschwelle mit Faktoren ihrer Umgebung abstimmen oder nicht abstimmen, bedeutet nichts anderes, als
daß die Lebenserscheinungen sich auf diese Weise ihre Ursachen selbst zuordnen." (v.
Uexküll, "Theorie der Humanmedizin", S.52)
Als metanormale Wahrnehmungen bezeichne ich nach Michael Murphy folgende
Seinserfahrungen, die teilweise in - oder im zeitlichen Zusammenhang mit dem Erreichen - der
fortgeschrittenen Phase der plasmatischen Pulsationsarbeit nach Reich spontan von den
Behandelten erlebt werden:
"1. Außergewöhnliche Formen der Wahrnehmung von Dingen, die sich außerhalb des
Organis
mus befinden. Dies bedeutet das Erkennen einer numinösen Schönheit in vertrauten
Gegenständen, bewußtes Hellsehen und den Kontakt mit Wesenheiten oder Ereignissen, die dem
normalen Sinn nicht zugänglich sind.
2. Formen außergewöhnlicher somatischer Bewußtheit und Autoregulation.
Außergewöhnliche Formen des Kommunizierens, einschließlich der Übertragung von
Gedanken, Willenskraft und ekstatischen Zuständen durch etwas außerhalb des Körpers.
4. Ein Überfluß an vitalen Kräften, der sich nur unzureichend durch gewöhnliche
körperliche Vorgänge erklären läßt.
5. Außergewöhnliche Formen der Bewegung.
6. Außergewöhnliche Fähigkeiten, auf die Umgebung einzuwirken, einschließlich
ungewöhnlich manuell-visueller Koordination und der Fähigkeit, auf Dinge aus der Ferne ohne direkte
physikalische Einwirkung Einfluß zu nehmen, wie etwa beim Geistheilen.
7. Eine Seins-Seligkeit, die nicht wie gewöhnliches Vergnügen von der Befriedigung der
Umstände oder Begierden abhängig ist und bei Krankheit und unter schwierigen Umständen
weiterbesteht,
8. Überragende geistige Fähigkeiten, durch die große künstlerische und andere Werke
tout ensemble, in ihrer Ganzheit, erfaßt werden; und das allumfassende Wissen mystischer
Erfahrung, deas sich radikal vom normalen Denken unterscheidet und das beispielweise Platon, Plotin
und andere neuplatonische Philosophen, die Verfasser der Upanischaden und andere indische
Seher, christliche Mystiker und zahlreiche Weise der kabbalistischen, chassidischen, taoistischen
und Sufi-Traditionen beschrieben haben.
9. Eine über das normale Maß hinausgehende Willenskraft, die verschiedene Triebkräfte
vereinigt und so zu außergewöhnlichem Handeln befähigt.
10. Eine Personalität, die gleichzeitig die eigene, normale Selbstwahrnehmung transzendiert
und erfüllt, während sie sich ihres fundamentalen Einssein mit anderen bewußt ist; und eine, auf
den oben angeführten, außergewöhnlichen Fähigkeiten begründete Individualität.
11. Liebe, die gewöhnliche Bedürfnisse transzendiert und das fundamentale Einssein mit
anderen offenbart.
12. Veränderungen der Vorgänge, Zustände und Strukturen des Körpers, die die genannten
Erfahrungen und Fähigkeiten untetrstützen." (Murphy, The future of the body, Los Angeles 1992.)
Bereits im Jahre 1944 formuliert Reich in Bezug auf die Behandlung emotionaler Störungen
und Erkrankungen:
"Der effektivste therapeutische Ansatz bei jeglichem emotionalen (d.h. biophysischem)
Leiden ist, wenn überhaupt möglich oder angebracht, der
Entzug von Bioenergie aus den biopathischen
Symptomen (vgl. Symtome als kompensatorische
Entladungsmechanismen.). Es ist unnötig
oder sogar schädlich, allen Details der zahllosen pathologischen Verzweigungen nachzugehen,
um psychoneurotische oder psychotische Symptome zu zerstören; statt dessen führt die Öffnung
des Kerns des Biosystems und die Etablierung einer ausgewogenen Energieökonomie
automatisch zum Verschwinden der Symptome, da diese, energetisch gesehen, das Ergebnis eines in
Unordnung geratenen Energiestoffwechsels im Biosystem sind." (Reich, "Charakteranalyse,
S.403, Köln 1970)
Die folgende Beschreibung wird dieses Modell um den Bereich körperlicher
Erkrankungen erweitern und um die Funktion der Ladungshaltekapazität,
der in diesem Feld der Behandlung eine zentrale Rolle zufällt, ergänzen.
Die Pulsationsbehandlung der energetischen Medizin nach Reich legt zu
Beginn der Behandlung im screening, d.h. in dem vorsichtigem, zunächst unvollständigen Erfassen der
energetischen Struktur des Patienten durch Mobilisierung der körpereigenen Energieströme
folgende Reaktionsweisen offen, die eine zentrale Bedeutung für die verantwortliche Behandlung
des Organismus mit sich bringen:
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