|
|
|
Seite 11
Bei der Position in Bauchlage beginnt unter Streckung der Extremitätenmuskulatur und
vertiefter Atmung unmittelbar eine Faszikulation der oberen Extremität, die durch Kanalisierung
der dorsalen longitudinalen Bahn schnell gesteigert und zu einem ausladenden Schwingen der
Arme übergehen kann. Längs - und Querschwingungen können in weichen Bewegungsformen
den ganzen Körper durchziehen, die verstärkte Ladung der Peripherie wird vom Organismus
unmittelbar in Bewegungs- und Entladungsimpulse übersetzt. In der Position im Stehen
setzen Vibrationen der unteren Extremitätenmuskulatur innerhalb von wenigen Minuten nach
Einnahme der Position und Anheben der Füße ein; werden diese durch den Behandelnden unterdrückt,
so kommt es sofort oder innerhalb von Minuten zu ausladenden Schwingungsbewegungen
der oberen Extremität. In Rückenlage setzen ebenfalls Vibrationen ond / oder Faszikulationen
der Beine nach wenigen Minuten unter Anspannung und vertiefter Atmung ein; Faszikulationen
und Mobilisierungen des Rumpfes sind leicht im Verlauf weniger Behandlungsstunden
herzustellen. Diese Patienten bieten - wie oben angeführt - dem Behandelnden am schnellsten das
eindrucksvolle Bild der Mobilisation von Energie in der peripheren Muskulatur. Grobe
Schwingungen durch den ganzen Körper, die vom Beckensegment bis zum Kopfbereich reichen können,
entladen wieder und wieder die kurzzeitig in der Peripherie mobilisierte Energie. Fordert man
den Patienten auf, diese autonomen Schwingungsimpulse für einen Moment willkürlich
anzuhalten, erfährt der Organismus oft zum ersten Male die Empfindung der Fülle in Armen und
Beinen. Gerade beim schon an Krebs erkrankten Menschen kommt es zwischen den
Behandlungsterminen nach zahlreichen solcher bewußten und willkürlichen Energiehalteerfahrungen
zu eindrucksvollen, zunächst teilweise ängstigenden Erfahrungen des sich langsam
bahnenden stärkeren Energieflusses durch die Extremitäten : Energiewellen vom biologischen Kern
zur Peripherie, die wie Hitze- und Feuerwellen überwiegends nachts, im Zustand der Expansion
des Organimus erlebt werden, bilden eine typische Erfahrung der zunehmenden Pulsation
zwischen Kern und Peripherie beim zu Krebs neigendem System.
Das Ziel der Arbeit ist die Ausbildung starker Energiehaltestrukturen in der
organismischen Peripherie, die der mittleren Schicht und dem Kern eine Abschirmung und eine höhere
Ladungskapazität schrittweise ermöglichen. Die zentrale Position der Arbeit mit Menschen der
dritten Reaktionsform ist die gestreckte Bauchlage unter vertiefter Atmung unter
konsequenter Blockierug aller Entladungsimpulse in die Peripherie. Kein emotionaler oder
somatischer discharge wird zugelassen; durch
Einfaltung aller Faszikulationen und Schwingungen des
Körpers und der Extremitäten wird kontinuirlich die Energie in Richtung biolgischer Kern
gelenkt und eine zunehmende Kanalisierung der ventralen longitudinalen Bahn über das Brustbein
und das Sternoclavikulargelenk in die tieferen Strukturen des Halses und die vegetativen Zentren
des Kopfbereiches angestrebt.
Zur nächsten Seite Heiko Lassek: "Die drei Energietypen des Menschen"
|